Der Umsatz lag von Januar bis September nominal auf dem Niveau des Vorjahres und belief sich auf 28,9 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte, legte er um 1,4 Prozent zu.

Neue Aufträge aus Nordamerika sorgen für Auftrieb

Das Umsatzplus geht laut ZF vor allem auf neue Aufträge aus Nordamerika zurück. In Europa und im asiatisch-pazifischen Raum stagnierte das Geschäft dagegen. Andauernde geopolitische Spannungen sorgten weiterhin für Unsicherheit auf den weltweiten Fahrzeugmärkten.

ZF führt die Ergebnisverbesserung auch auf konzernweite Restrukturierungs- und Effizienzmassnahmen zurück. «Wir sehen deutlich, dass unsere Massnahmen wirken», erklärte Finanzvorstand Michael Frick.

Schuldenlast bleibt hoch

Die Nettoverschuldung belief sich Ende September auf 10,1 Milliarden Euro. Damit lag sie rund 130 Millionen Euro unter dem Stand zum Jahresende 2025. Zu den Ursachen der hohen Schulden zählen unter anderem die Übernahmen des Autozulieferers TRW und des Bremsenspezialisten Wabco. Die Finanzierung war in der Niedrigzinsphase vergleichsweise günstig.

Dass die Schulden trotz der verbesserten operativen Entwicklung nur geringfügig zurückgingen, erklärte ein ZF-Sprecher mit den laufenden Zinszahlungen. Diese seien im Wesentlichen dafür verantwortlich, dass die Nettoverschuldung nicht stärker reduziert worden sei.

Die Jahreszahlen für 2026 will ZF am 18. März 2027 vorstellen. «Den eingeschlagenen Weg von Restrukturierung, Kostensenkung, Schuldenabbau und höherer Geschwindigkeit gehen wir entschlossen weiter», erklärte Frick./bak/DP/zb

(AWP)