Der Konzern habe nach Gesprächen mit der Arbeitnehmervertretung, den Gewerkschaften sowie Vertretern der Stadt Winterthur und des Kantons Zürich seinen Restrukturierungsplan angepasst, teilte Zimmer Biomet am Montag mit. Das Konsultationsverfahren war am 5. Oktober abgeschlossen worden.

Im Rahmen des überarbeiteten Plans sollen bestimmte Produktionsaktivitäten an andere bestehende Standorte des Konzerns verlagert werden. Der Schmiedebetrieb DynaForge sowie die Herstellung bestimmter Hüftkomponenten bleiben dagegen in Winterthur. Auch die unterstützenden Geschäftsfunktionen sowie Forschung und Entwicklung sind von der Restrukturierung nicht betroffen und verbleiben am Standort.

Stellenabbau erst ab 2028

Zudem wird die Restrukturierung nun schrittweise bis 2030 umgesetzt. Nach aktuellem Stand sollen vor 2028 keine Stellen betroffen sein. Durch den verlängerten Zeitraum will das Unternehmen mehr Möglichkeiten für interne Stellenwechsel, natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen schaffen.

Auch der Sozialplan wurde laut Mitteilung entsprechend bis 2030 verlängert. Zudem könnten alle Lernenden ihre laufende Ausbildung bei Zimmer Biomet abschliessen, hiess es weiter.

Die Entscheidung ist Teil einer weltweiten Überprüfung des Produktions- und Lieferantennetzwerks. Damit will der Konzern nach eigenen Angaben seine Wettbewerbsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit seiner Lieferketten stärken.

Zimmer Biomet betonte, weiterhin in Winterthur präsent zu bleiben. Die Schweiz bleibe ein wichtiger Standort für die Aktivitäten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA). Neben Winterthur ist der Konzern auch in Genf und Zug vertreten. In Zug befindet sich der regionale Hauptsitz für die EMEA-Region.

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(AWP)