Die Aktie von AB Foods verlor zuletzt mehr als 10 Prozent. Damit rutschte sie auf das Niveau von Mitte Mai ab. Seit Jahresbeginn steht inzwischen ein Kursverlust von rund 15 Prozent zu Buche.

In dem am Wochenende endenden Geschäftsjahr dürfte der bereinigte operative Verlust im Zucker-Geschäft von AB Foods nun am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 25 bis 60 Millionen britischen Pfund (29 bis 70 Mio Euro) liegen. Im Lebensmittelbereich liegt das bereinigte operative Ergebnis der Mitteilung zufolge etwas unter den bisherigen Erwartungen. Als Grund nannte das Management auch den sehr warmen Sommer. Die Europäer hätten in dieser Zeit weniger heissen Tee getrunken. Zu AB Foods gehört etwa die Teemarke Twinings.

Bei Primark lagen die Erlöse auf vergleichbarer Basis im zu Ende gehenden vierten Geschäftsquartal den vorläufigen Zahlen zufolge drei Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei fielen die Geschäfte in Europa besonders schwach aus. AB Foods versucht dieser Entwicklung mit mehr Marketing entgegenzusteuern. Für das Gesamtjahr erwartet das Management für Primark auf vergleichbarer Basis einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent.

Die aktuellen Neuigkeiten «lassen wenig Anlass, optimistischer zu werden», schrieb JPMorgan-Expertin Georgina Johanan. Sie monierte die rückläufigen Ergebnisse bei Primark. Diese wecken bei ihr Bedenken mit Blick auf die Bruttomarge, die künftig zusätzlich durch den Versandhandel belastet sein dürfte.

Primark kündigte am Donnerstag an, demnächst auch Produkte zu den Kunden nach Hause zu schicken. Barclays-Analyst Matthew Clements merkte allerdings kritisch an, dass AB Food keine Details zum Zeitplan genannt habe.

Das vollständige Zahlenwerk will AB Foods am 3. November vorstellen./lew/stw/men

(AWP)