Natürlich war der Hitzesommer Thema an der ersten Sitzung des Kantonsrats nach der Sommerpause. Baudirektor Martin Neukom (Grüne) zählte die Massnahmen auf, die der Kanton wegen der Trockenheit getroffen hatte.
Dabei sagte er, dass es keine Abfischungen gab, weil es schlicht nicht genügend kühle Orte gab, an welche die Fische hätten gebracht werden können. Selbst Flüsse wie die Reppisch seien teilweise ausgetrocknet. Seine Partei forderte in einer Fraktionserklärung alle Parteien auf, zusammenzuarbeiten, um Strategien zu entwickeln, etwa für ältere Menschen oder die Landwirtschaft.
Passend zum Thema genehmigte der Rat einen Rahmenkredit für Energie-Subventionen über 60 Millionen Franken. Dieser läuft für vier Jahre. Er schliesst an den bisherigen an, der in diesem Jahr ausgeschöpft wird. Gebraucht wird das Geld in erster Linie für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die energetische Sanierungen anstreben oder ihre Öl- und Gasheizungen ersetzen wollen.
Kritik von der SVP
Kritik gab es einzig von der SVP. Paul von Euw (Bauma) erinnerte daran, dass der Steuerzahler dafür aufkommen muss. Es solle auch kein Geld für bürokratische Aufwände ausgegeben werden. Ein kleinerer Teil des Geldes soll für Pilotprojekte für neue Konzepte und Verfahren bereit stehen. Die SVP stimmte allerdings ebenfalls zu, auch weil Hauseigentümer entlastet werden.
Markus Bärtschiger (SP, Schlieren) zeigte sich erstaunt über die «Brandrede» des SVP-Vertreters. Es sei sinnvoll, Innovation zu unterstützen. David Galeuchet (Grüne, Bülach) wies darauf hin, dass der bald ausgeschöpfte Kredit zeige, dass die Hauseigentümer bereit seien für den Ersatz fossiler Heizungen. Beim Klimaschutz dürfe nicht gespart werden. «Dieser Sommer sollte ein Weckruf für alle sein», sagte Galeuchet.
Daniel Rensch (GLP, Zürich) sprach sich für «schweizerische Energieversorgung» aus. Das sei Wasser, Solar und Wind, nicht «international schwierige Energie» wie Öl oder Atom. Hauseigentümern werde der Kredit Sicherheit geben.
(AWP)
