Bei Bankman-Frieds Kautionsanhörung am Donnerstag vor dem Bundesgericht in Manhattan stimmten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung darin überein, dass sich das Vermögen des ehemaligen Milliardärs "erheblich verringert" hat. Bankman-Fried hat angegeben, vielleicht nur noch 100'000 Dollar zu haben.
Die vom Richter genehmigte Kaution in Höhe von 250 Millionen Dollar wurde durch das Haus der Eltern von Bankman-Fried im kalifornischen Palo Alto gesichert. Sein Wert dürfte indessen nicht annähernd so hoch sein.
Überhöhte Kautionen sind jedoch eher ein Mittel, um harte finanzielle Konsequenzen für den Bruch der Kautionsbedingungen zu verhängen. Oft werden sie durch Vermögenswerte besichert, deren Wert nur bei etwa 10 Prozent des angegebenen Betrags liegt.
Schwere der Straftat bestimmt Höhe der Kaution
Kautionen in der Höhe wie bei Bankman-Fried sind auch ein Zeichen für die Schwere der zur Last gelegten Straftat, wie Bundesstaatsanwalt Nicholas Roos vor Gericht betonte.
Die Höhe der Kaution entspricht der für den Gründer von Colony Capital, Tom Barrack, der im vergangenen Monat vom Vorwurf freigesprochen wurde, er habe als Agent der Vereinigten Arabischen Emirate versucht, die US-Politik illegal zu beeinflussen.
Die Rekordkaution von 3 Milliarden Dollar wurde für den Immobilienerben Robert Durst in einem Mordprozess in Texas festgesetzt.
(Bloomberg)
