Die AMS-Aktien verlieren um 9.50 Uhr in einem freundlichen Gesamtmarkt 5,0 Prozent auf 7,81 Franken. Damit ist die zaghafte Erholung der letzten Tage bereits wieder dahin. Seit Jahresbeginn hat sich der AMS-Aktienkurs bereits mehr als halbiert.

Laut Branchenexperten fielen die Zahlen gemischt aus. Zumindest mit dem Umsatz erfüllte AMS sowohl die eigenen Erwartungen als auch diejenigen von Analysten. Die ZKB verweist auf das anspruchsvolle Vorjahresquartal und die schwierigen Automobil- und Consumer-Endmärkte. Auch der Umsatz-Ausblick wird von der Finanzgemeinde als innerhalb der Erwartungen gesehen.

— cash (@cashch) July 29, 2022

Beim operativen Ergebnis hatten sich die Beobachter dabei allerdings mehr erhofft. Berechnungen der UBS zufolge verfehlt das Resultat auf Stufe EBIT die Erwartungen um rund 10 Prozent. Die EBIT-Schätzungen für das dritte Quartal seien gar um bis zu 30 Prozent zu hoch angesetzt.

Analysten rechnen daher mit einer Korrektur der Gesamtjahresschätzungen nach unten. Am Markt kommen angesichts dieser Entwicklung auch Zweifel an der Erreichbarkeit der Mittelfristziele auf.

Die Verkäufe und Kostensenkungen schienen keinerlei positive Auswirkungen nach sich gezogen zu haben, kommentiert JPMorgan. Die US-Bank hätte angesichts dieser Massnahmen im dritten Quartal einen Margenfortschritt erwartet - die Guidance deutet jedoch auf das Gegenteil. Dies werfe die Frage auf, ob nicht aggressivere Schritte eingeleitet werden müssten.

(AWP)