Das Unternehmen hat im ersten Quartal weniger Umsatz erzielt, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Das operative Ergebnis hingegen lag mehr oder weniger innerhalb der Prognosen. Wegen der schwächer als erwartet laufenden Geschäfte im ersten Quartal hat Logitech auch die Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt, sowohl für den Umsatz als auch für den operativen Gewinn. Die ebenfalls angekündigte Ausweitung eines bereits laufenden Aktienrückkaufprogramms könnte der Aktie im Tagesverlauf allenfalls eine gewisse Stütze sein.

Logitech geben bis um 09.45 Uhr Uhr 3,4 Prozent auf 50,22 Franken nach, haben dabei aber in der ersten halben Stunde einen guten Teil grösserer Verluste aus der Startphase bereits wieder aufgeholt. Das Tagestief lag bei 48 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert unverändert.

Insgesamt sind die Marktkommentare gemischt, mit einer tendenziell negativen Note. So heisst es in einer Einschätzung der Zürcher Kantonalbank, dass das bereinigte operative Ergebnis von Logitech trotz guter Nachfrage nach Mäusen, Keyboards und Gaming-Produkten schwächer ausgefallen als gedacht. Dass die Bruttomarge zurückgegangen sei, sei indes erwartet worden; ausserdem habe diese weiterhin innerhalb der von Logitech angestrebten Bandbreite gelegen. Besser als von der ZKB erwartet fiel zudem die operative Marge aus, trotz hoher Investitionen in die Forschung & Entwicklung.

Aktienrückkauf könnte Kurs noch stützen

Die UBS nennt das Ergebnis insgesamt gemischt, auch wenn die Reduktion der Prognosen für das Gesamtjahr erwartet worden sei. Die Aktie dürfte wohl zumindest zu Handelsbeginn unter Druck geraten, so die UBS. Später könnte allerdings die positive Sicht auf die Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms mehr Gewicht erhalten, so die UBS.

Der Umsatz sei zwar schwächer ausgefallen als erwartet, der operative Gewinn hingegen besser, heisst es in einem ersten Kommentar von Goldman Sachs. Die US-Bank verweist beim Umsatz auf das schwierige konjunkturelle Umfeld und die hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Gleichzeitig bestätigt Goldman Sachs die Einstufung "Buy" für die Aktie sowie das Kursziel von 107 Franken, womit sie dem Titel in den kommenden Monaten mehr als eine Verdoppelung des Werts zutraut.

Auch die Bank Vontobel bestätigt das Rating "Buy" für Logitech. Das Unternehmen sei zwar gegen eine Rezession und eine sinkende Ausgabefreudigkeit der Konsumenten nicht immun, profitiere andererseits aber von langfristigen Trends wie den hybriden Arbeitsmodellen oder der Nachfrage nach Spielen.

(AWP)