Während Gold und Silber in unsicheren Marktphasen als Absicherung geschätzt werden, profitieren Kupfer, Platin und Palladium vom globalen Ausbau von Stromnetzen, Elektromobilität und industriellen Anwendungen. Gleichzeitig bleibt das Angebot vieler Metalle begrenzt, da neue Minenprojekte hohe Investitionen und lange Genehmigungsprozesse erfordern.

Für Anlegerinnen und Anleger könnten breit diversifizierte, international aber auch in Europa tätige Produzenten eine interessante Möglichkeit darstellen, an langfristigen Rohstofftrends zu partizipieren und das Portfolio gegen makroökonomische Risiken zu diversifizieren.

1. Newmont Corporation (USA)

Newmont ist der weltweit grösste Goldproduzent mit Minen in Nord- und Südamerika, Australien sowie Afrika. Das Unternehmen verfügt über eine der umfangreichsten Goldreserven der Branche und überzeugt mit effizienter Kostenstruktur sowie solider Bilanz. Gold bleibt in Phasen geopolitischer Unsicherheit und erhöhter Inflation ein gefragter Wertspeicher. Dank Skaleneffekten, Dividendenkontinuität und Projektpipeline könnte Newmont 2026 von stabilen oder steigenden Goldpreisen profitieren.

2. Boliden AB (Schweden)

Boliden zählt zu den führenden Bergbau- und Schmelzunternehmen Europas mit Aktivitäten in Schweden, Finnland, Norwegen und Irland. Neben Zink und Kupfer produziert der Konzern bedeutende Mengen Silber als Nebenprodukt. Moderne Fördertechnik und hohe ESG-Standards stärken die Wettbewerbsposition. Silber profitiert strukturell vom Ausbau der Solarenergie und Elektronikproduktion – Trends, die Bolidens Ertragskraft zusätzlich stützen könnten.

3. KGHM (Polen)

KGHM ist einer der grössten Kupfer- und Silberproduzenten Europas und betreibt Minen in Polen, Chile und den USA. Das Unternehmen ist entlang der Wertschöpfungskette integriert, von der Förderung bis zur Raffination. Kupfer gilt als eines der Schlüsselmetalle für Elektromobilität, Stromnetze und erneuerbare Energien. Angesichts steigender Infrastrukturinvestitionen und begrenzter globaler Förderkapazitäten könnte KGHM vom Nachfragewachstum profitieren.

4. Aurubis (Deutschland)

Aurubis ist Europas grösster Kupferproduzent und weltweit führend im Metallrecycling. Neben Kupfer gewinnt das Unternehmen aus komplexen Konzentraten auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin. Die starke Marktstellung, hohe Recyclingkompetenz und strategische Investitionen in Effizienzprojekte stärken die Margenbasis. Im Zuge der Dekarbonisierung könnte die Kreislaufwirtschaft an Bedeutung gewinnen.

5. Lundin Mining (Kanada)

Lundin Mining betreibt diversifizierte Minen in Europa und Amerika mit Schwerpunkt auf Kupfer, Nickel und Zink. In einzelnen Projekten fallen zudem Platingruppenmetalle wie Palladium als Nebenprodukte an. Das Unternehmen zeichnet sich durch diszipliniertes Kostenmanagement und stabile Produktion aus. Palladium bleibt insbesondere für Katalysatoren relevant. Mögliche Angebotsengpässe könnten dem Unternehmen zusätzlichen Rückenwind verleihen.


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