Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montagabend zwei von Separatisten besetzte Regionen in der Ostukraine als unabhängige Staaten anerkannt. Zudem will er Truppen in diese beiden Regionen schicken, die er als "Friedenstruppen" bezeichnet. Die Lage könnte sich jetzt noch weiter zuspitzen.
Die EU-Kommission hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unterdessen Sanktionen gegen Russland vorgeschlagen. Ein am Dienstag den Mitgliedstaaten präsentierter Entwurf sieht Angaben von Diplomaten zufolge vor, den Handel mit russischen Staatsanleihen zu verbieten, um eine Refinanzierung des russischen Staats zu erschweren. Zudem sollen mehrere Hundert Personen und Unternehmen auf die EU-Sanktionsliste kommen.
Von dieser Zuspitzung hat das als sicheres Investment geltende Gold zunächst profitiert. Am Dienstagmorgen setzte jedoch eine Gegenbewegung ein. Alexander Zumpfe, Edelmetallhändler beim Handelshaus Heraeus, verweist auf Gewinnmitnahmen. Zudem gebe es Goldverkäufe, um Verluste in anderen Vermögensklassen auszugleichen. So sind die Aktienmärkte zeitweise merklich unter Druck geraten./jsl/la/jha/
(AWP)