Zinsdruck kam zum einen aus Japan. Dort behielt die Zentralbank ihre lockere Ausrichtung trotz einer anziehenden Inflation bei. Vor der Zinssitzung hatte es Spekulationen gegeben, die Währungshüter könnten sich ein Stück weit von ihrer im internationalen Vergleich sehr lockeren Linie verabschieden. Die Renditen am japanischen Markt gaben spürbar nach, was auch auf andere Rentenmärkte ausstrahlte.

Konjunkturdaten aus den USA sorgten für zusätzlichen Renditedruck. Zum einen gab der Preisauftrieb auf Herstellerebene weiter nach, zum anderen fielen Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel schwach aus. Beides könnte der US-Notenbank Fed Anlass geben, ihren Zinsanhebungskurs künftig weniger entschlossen fortzuführen.

Nachdem die Fed die geldpolitische Straffung schon Ende des vergangenen Jahres verlangsamt hatte, wird eine zusätzliche Verlangsamung auf der nächsten Sitzung Anfang Februar für möglich gehalten./bgf/jkr/mis

(AWP)