Die Stärke des US-Dollar zeigt sich auch gegenüber dem Franken. Allein am Montagvormittag zot die US-Valuta um mehr als einen halben Rappen auf 0,9938 an, am Morgen hatte der Dollar noch 0,9887 Franken gekostet. Im Vergleich zum Freitagmittag beläuft sich der Anstieg gar auf mehr als einen Rappen. Die Parität rückt damit wieder in Griffweite. Der Euro liegt mit 1,0396 weiter knapp unter der Grenze von 1,04 Fr.
Der Greenback profitiert von der Aussicht auf rasche und deutliche Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Federal Reserve. Hintergrund ist die hohe Inflation. Die EZB zeigt mittlerweile zwar auch eine Reaktion auf die hohe Teuerung, allerdings hinkt sie der Fed zeitlich hinterher. Zudem ist der Kurs der US-Währungshüter wesentlich straffer ausgerichtet als die angekündigte Linie der EZB.
Noch schwächer als der Euro tendiert seit einiger Zeit der Yen. Gegenüber dem Dollar fiel die Währung Japans zum Wochenstart auf den tiefsten Stand seit 1998, also seit fast einem viertel Jahrhundert. Hauptgrund der Yen-Schwäche ist die Geldpolitik der japanischen Notenbank, die - anders als viele andere Zentralbanken - an ihrer lockeren Linie festhält. Allerdings ist die Inflation in Japan auch bei weitem nicht so hoch wie in vielen anderen grossen Volkswirtschaften.
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(AWP)