Derweil konnte das britische Pfund am Nachmittag zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Mittlerweile verdichten sich Hinweise, dass es wohl doch noch ein Handelsabkommen zwischen der EU und Grossbritannien nach dem Brexit geben könnten. Sowohl den Euro als auch das Pfund dürften entsprechende Medienberichten stützen.
So berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass sich die EU und Grossbritannien möglicherweise schon Anfang nächster Woche auf einen Handelsdeal einigen könnten. Sie berief sich auf namentlich nicht genannte Quellen. Zuvor hatte die Boulevardzeitung "The Sun", auch ohne die Nennung einer Quelle, berichtet, dass der britische Chefbeauftragte für den Brexit, David Frost, von einer baldigen Einigung mit der Europäischen Union ausgeht.
Ein Anstieg der Industrieproduktion in den USA und höhere Umsätze im amerikanischen Einzelhandel konnten dem Dollar keinen nennenswerten Auftrieb verleihen. An den Finanzmärkten rückt die Sorge vor den Auswirkungen der zweiten Infektionswelle in der Corona-Pandemie wieder stärker in den Vordergrund. Vor allem in den USA ist die Zahl der Neuinfektionen hoch. "Es drohen Belastungen beim Konsum der US-Haushalte im Winter", so Analyst Tobias Basse von der NordLB.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89585 (0,89819) britische Pfund und 123,78 (124,15) japanische Yen fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London kaum verändert bei 1'889 Dollar gehandelt.
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(AWP)