Zum Franken ist der Euro am Dienstagnachmittag im Vergleich zu den Kursen am Mittag wieder zurückgekommen, zeigt sich aber noch immer leicht fester als am Vortag. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 0,9938 Franken gehandelt. Der US-Dollar hat sich zur Schweizer Währung ebenfalls etwas verbilligt und kostet noch 0,9346 Franken.

Am Morgen war bekannt geworden, dass die Inflation in grossen Volkswirtschaften der Eurozone überraschend stark gestiegen ist, was den Kampf der EZB gegen die starke Teuerung erschwert. In Frankreich stieg die für europäische Vergleichszwecke harmonisierte Inflationsrate im Februar überraschend auf 7,2 Prozent. Dies ist die höchste Jahresrate in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone seit Einführung der Gemeinschaftswährung.

Eine überraschend starke Preisentwicklung wurde auch aus Spanien gemeldet, der viertgrössten Volkswirtschaft der Eurozone. Hier stiegen die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise im Februar um 6,1 Prozent im Jahresvergleich, während Analysten einen Rückgang der Inflationsrate erwartet hatten.

Am Devisenmarkt ist eine weitere Zinserhöhung der EZB im Kampf gegen die hohe Inflation um 0,50 Prozentpunkte im März bereits vollständig eingepreist, heisst es von Experten der Bank Unicredit. Am Markt wurde auch auf jüngste Aussagen des Chefvolkswirtes der EZB, Philip Lane, verwiesen. Demnach sei in den kommenden Quartalen mit einer weiterhin hohen Inflation zu rechnen.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1823 Dollar gehandelt. Das sind etwa sechs Dollar mehr als am Vortag.

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(AWP)