Die Finanzmärkte warten auf die Entscheidungen der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter werden im Kampf gegen die hohe Inflation ihre Geldpolitik voraussichtlich erneut merklich verschärfen. Nach einer kräftigen Zinsanhebung im Juli wird überwiegend mit einer abermaligen Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet. Doch auch ein noch grösserer Schritt wird von einigen Marktbeobachtern nicht ausgeschlossen.

Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten sieht es aber derzeit nicht danach aus. "Der Oktober-Fed-Funds-Future handelt derzeit um 3,125 Prozent und impliziert damit (bei einem Fed-Funds-Satz von 2,33%), dass sich der Markt ziemlich sicher ist, dass die Fed heute den Zielkorridor für den Fed-Funds-Satz um 75 Basispunkte anhebt", hiess es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. "Ein 100-Basispunkte-Schritt ist eher eine hypothetische Alternative als ein wirklich als realistisch angesehenes Szenario."

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(AWP)