Trotz der tendenziell positiven Wochenbilanz schauen Investoren auf eine schwierige Woche zurück, in der Zinssorgen das vorherrschende Thema waren. Mit den anstehenden US-Konjunkturdaten im weiteren Tagesverlauf dürfte die Notenbankpolitik denn auch weiterhin im Fokus bleiben. Veröffentlicht wird etwa das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmass PCE. Vor allem aber sei der heutige Berichtstag ein ernüchternder doppelter Jahrestag, kommentiert ein Stratege. "Heute ist es ein Jahr her, dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist und drei Jahre her, dass wir den ersten grossen Ausverkauf im Zusammenhang Covid-19 erlebt haben." Die Welt habe sich durch diese Ereignisse für immer verändert, und die Auswirkungen dürften noch viele Jahre lang nachwirken. "In der Tat sind die Nachbeben noch immer jeden Tag auf den Märkten zu spüren."

Der SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr 0,46 Prozent hinzu auf 11'299,39 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,44 Prozent auf 1789,20 Zähler und der breite SPI um 0,47 Prozent auf 14'530,95 Zähler. Im SLI stehen 26 Gewinner vier Verlierer gegenüber.

Das Hauptgesprächsthema ist der Baustoffkonzern Holcim (+0,4%). Angesichts der überraschenden Veränderungen in der Führungsetage rücken die Rekordzahlen fast in den Hintergrund. 2022 erzielte Holcim erneut ein Rekordergebnis. Gleichzeitig wechselt nun Konzernchef Jan Jenisch an die Spitze des Verwaltungsrates. Analysten zeigen sich in ihren ersten Kommentaren denn auch von dem Zahlenkranz überzeugt.

Das Gewinnerfeld wird derweil von Novartis, Kühne+Nagel, Adecco und SGS angeführt, die allesamt um mindestens ein Prozent zulegen. Grösste Verlierer sind mit -0,5 Prozent Temenos.

hr/tv

(AWP)