Während die Berichtssaison - auch hierzulande - weiter auf Hochtouren läuft, dürften laut Händlern nun aber die monatlichen US-Jobdaten vom (morgigen) Freitag verstärkt das Geschehen bestimmen. Laut James Bullard, Präsident der Federal Reserve von St. Louis, dürfte ein starkes Beschäftigungswachstum im ersten Semester zeigen, dass sich die USA nicht in einer Rezession befinden, auch wenn das BIP-Wachstum zwei Quartale negativ war. Auch werden die US-Notenbankvertreter nicht müde, die Märkte auf weitere Zinserhöhungen einzustellen.
Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert gegen 8.15 Uhr um 0,08 Prozent höher bei 11'188,30 Punkten. Dabei werden all 20 Werte bis auf die Swisscom (-1,2%) höher erwartet.
Der Telekomkonzern hat wegen einer happigen Weko-Busse und anderen Sondereffekten im ersten Halbjahr einen Gewinnknick erlitten. Unter dem Strich tauchte der Reingewinn um 25 Prozent auf 785 Millionen Franken. Erste Analystenkommentare bescheinigen dem Konzern insgesamt dennoch ein solides Abschneiden.
Auch die Zahlen des Personaldienstleisters Adecco (-2,4%) werden vorbörslich mit Kursverlusten quittiert. Die Gruppe bleibt zwar auf Wachstumskurs, spürt aber, dass das Marktumfeld rauer wird. Investitionen ins Wachstum drücken derweil auf die operative Marge.
Dagegen ziehen VAT (+1,6%) nach endgültigen Zahlen klar an. Der Vakuumventil-Hersteller blickt auf eine starken erste Jahreshälfte 2022. Kräftigte Investitionen der Chipbauer trieben das Rheintaler Unternehmen erneut zu Rekordwerten.
Etwas fester als der Markt präsentieren sich auch die Aktien der beiden Grossbanken UBS und CS (jeweils +0,2%).
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(AWP)