Auch im Monatsvergleich erhöhten sich die Preise, die Produzenten für ihre Produkte erhalten, so stark wie nie. Der Anstieg von Juli auf August betrug 7,9 Prozent. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Zuwachs um 2,4 Prozent erwartet.
Hauptgrund für den Preisschub ist laut Bundesamt die Entwicklung der Energiepreise. Diese lagen im August 139 Prozent höher als vor einem Jahr. Allein zum Vormonat verteuerte sich Energie um mehr als 20 Prozent. Strom war knapp 175 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Erdgas kostete mit einem Anstieg um gut 209 Prozent mehr als dreimal so viel wie vor einem Jahr. Neben Energie zogen auch die Preise für Vorleistungsgüter, Investitionsgüter sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter deutlich an.
Die Erzeugerpreise wirken sich auf die Verbraucherpreise aus, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Sowohl in Deutschland als auch der Eurozone liegt die Inflation weit über dem mittelfristigen Preisziel der EZB von zwei Prozent. Die EZB stemmt sich mittlerweile mit deutlichen Zinsanhebungen gegen die hohe Teuerung. Sie hat aber wesentlich später mit Zinsanhebungen begonnen als andere Notenbanken./bgf/stk
(AWP)