Hinter der geringen Veränderung der globalen Wachstumsprognose verbergen sich jedoch für einige Länder deutliche Herabstufungen, wie Chefvolkswirtin Gita Gopinath erklärte. "Der Ausblick für die ärmeren Entwicklungsländer hat sich deutlich verdunkelt", schrieb Gopinath mit Blick auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Auch die kurzfristigen Aussichten der Industrieländer hätten sich unter anderem wegen Problemen mit globalen Lieferketten verschlechtert. Die Herabstufungen würden teils von besseren Wachstumsaussichten der Rohstoffexporteure wettgemacht, die von höheren Preisen profitierten.
Für Deutschland korrigierte der IWF seine Prognose für dieses Jahr um 0,5 Prozentpunkte nach unten: Das Bruttoinlandsprodukt soll 2021 um 3,1 Prozent wachsen. Für 2022 rechnet der IWF dafür mit einem starken Wachstum von 4,6 Prozent. Die Prognose für die Eurozone hob der IWF für 2021 um 0,4 Prozentpunkte auf 5 Prozent an - teils getragen von einem stärkeren erwarteten Wachstum in Italien und Frankreich.
Die Wachstumsprognose für die USA, die weltgrösste Volkswirtschaft, senkte der IWF für dieses Jahr um einen Prozentpunkt auf 6 Prozent, für 2022 hob er sie geringfügig auf 5,2 Prozent an./jbz/DP/jkr
(AWP)