Die Inflation dürfte laut dem IWF 2022 bei etwa 7,7 Prozent liegen und sich 2023 auf etwa 4,8 Prozent abschwächen, sollten sich die Energiepreise stabilisieren. "Die Unsicherheit bei diesen Prognosen ist sehr gross", so Celasun. "Die grösste Bedrohung sehen wir in einer anhaltenden und vollständigen Abschaltung der russischen Gasexporte nach Deutschland und Europa im weiteren Sinne." Die deutsche Finanzpolitik müsse angesichts dieser Risiken flexibel sein und reagieren, falls sich die Situation verschlechtere. Im schlimmsten Fall sei auch ein weiteres Aussetzen der Schuldenbremse notwendig.

Positiv bewertete der IWF Schritte, welche die Bundesregierung unternommen habe, um die Energiesicherheit zu erhöhen - etwa mit Blick auf den Import von Flüssiggas oder die Gasspeicher. "Aber wir glauben, dass hier noch mehr getan werden kann", so Celasun. Generell gehe man davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum ausgebremst werde. Da Deutschland eine offene Wirtschaft sei, die stark vom Export abhängig sei, habe das Auswirkungen./nau/DP/ngu

(AWP)