Der Krieg lasse die Kosten von Tierfutter, Dünger und Pflanzenöl weiter explodieren, hiess es. Das treffe vor allem Produkte wie Margarine. Preise für frische Lebensmittel stiegen sogar um 12,1 Prozent. Das lag auch an der langen Dürrezeit im Sommer, die einige Ernten geschmälert habe. Der häufigere Sonnenschein habe nur bei wenigen Produkten wie Beeren oder Tomaten zu niedrigeren Preisen geführt. Sogenannte Non-Food-Produkte wie Gartenartikel wurden um 3,3 Prozent teurer.
BRC-Chefin Helen Dickinson sagte, die Einzelhändler stünden wegen des schwachen Pfunds sowie steigender Preise für Energie, Rohstoffe und Transport erheblich unter Druck. Zudem sei der Arbeitsmarkt wegen fehlender Fachkräfte hart umkämpft. Im kommenden Jahr sollen zudem die Gewerbesteuern deutlich steigen. Dickinson forderte die Regierung auf, diesen Schritt zurückzunehmen. Nielsen-Experte Mike Watkins wies darauf hin, dass die Zahl der Verbraucher, die Folgen durch steigende Lebenskosten befürchten, seit dem Sommer enorm zugenommen habe. Sie würden deshalb vermutlich im Herbst weniger Geld ausgeben. Damit nehme der Druck auf den Einzelhandelssektor weiter zu, sagte Watkins./bvi/DP/men
(AWP)