Die Jahre 2020 und 2021 seien Boom-Jahre gewesen, ordnete Becker ein. Viele Menschen hätten wegen Corona Zeit für ihre Projekte gehabt. "Das heisst Elektrowerkzeuge waren gefragt wie nie zuvor." Das nochmal zu überbieten, sei schwer gewesen. Im Jahr 2020 hatte das reale Umsatzwachstum neun Prozent betragen, in 2021 waren es 16 Prozent.

Für das laufende Jahr erwarte er profitables Wachstum, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Die derzeit schwächelnde Baukonjunktur in Deutschland etwa sei zwar ein Risiko, lasse sich aber über andere Märkte ausgleichen. "Wenn wir in Deutschland so etwas sehen, muss das nicht heissen, dass es in Amerika oder Asien genauso ist." Bis zum Jahr 2030 will Becker den Umsatz seiner Sparte verdoppeln.

Künftig will Bosch Power Tools unter anderem in Nordamerika weiter wachsen - dort solle auch ein Fokus der geplanten dreistelligen Millioneninvestitionen im laufenden Jahr liegen. Auch in Asien oder Lateinamerika gebe es Wachstumschancen, sagte Becker. Die Produkte seien auf die jeweiligen Märkte zugeschnitten, da sich Anforderungen zum Teil regional unterscheiden.

Deutschland macht rund zehn Prozent des Umsatzes von Bosch Power Tools aus. Die blauen Werkzeuge für den Profigebrauch liegen dem Unternehmen zufolge beim Umsatz vor den grünen Akkuschraubern, Sägen oder Gartengeräten und weiteren Produkten für Zuhause. Mit Hilfe einer Kooperation mit der Umweltschutzorganisation WWF sollen die Produkte künftig noch nachhaltiger werden. Insgesamt arbeiten rund 20 000 Menschen bei der Bosch-Sparte./dhu/DP/mis

(AWP)