Das Unternehmen hatte unter anderem vor allem im ersten Halbjahr mit kostspieligen Engpässen in der Produktion und den Lieferketten zu kämpfen. Der Erlös für die zwölf Monate erhöhte sich auf 21,2 Milliarden Euro nach rund 18,6 Milliarden Euro in 2021, wie der Konzern am Mittwoch in Veldhoven mitteilte.

Unter dem Strich sank der Gewinn im Berichtszeitraum um rund fünf Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Analysten hatten allerdings weniger auf dem Zettel. Im Schlussquartal hellte sich die Lage zudem für die Niederländer weiter auf, und das Ergebnis fiel erneut besser aus als im Vorquartal.

ASML habe das vergangene Jahr mit einem Rekordauftragsbestand von 40,4 Milliarden Euro beendet, sagte Konzernchef Peter Wennink laut Mitteilung. Es gebe zwar weiterhin Unsicherheiten etwa durch die Inflation und steigende Zinsen, die Kundenreaktionen deuteten aber auf eine Erholung des Halbleitermarktes in der zweiten Jahreshälfte hin.

ASML stellt für 2023 einen deutlichen Umsatzanstieg von mehr als 25 Prozent in Aussicht, was klar über den Markterwartungen liegt. Die hohe Prognose dürfte indes auch den Problemen mit verzögerten Umsatzbuchungen im vergangenen Jahr geschuldet sein. Für das erste Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz in der Spanne von 6,1 bis 6,5 Milliarden Euro, nachdem im vergangenen Jahresviertel 6,4 Milliarden erzielt wurden.

(AWP)