Gegen 09.15 Uhr büssen Geberit an der Börse 4,0 Prozent auf 475,60 Franken ein und knüpfen damit an die schwache Kursentwicklung der letzten Tage an. Anfang Woche hatte die Aktie noch um die 510 Franken gekostet. Der Gesamtmarkt büsst aktuell gemessen am Leitindex SMI leichte 0,09 Prozent ein.

Analysten zufolge hat sich das Unternehmen in Sachen Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten tapfer geschlagen. Enttäuscht zeigen sich einige Experten hingegen von der Gewinnentwicklung. Höhere Kosten haben deutliche Spuren hinterlassen.

Das zweite Quartal 2022 sei eines der schwächsten Jahresviertel für Geberit gewesen, heisst es im Kommentar von Goldman Sachs-Analystin Daniela Costa. Und auch die Angaben zum Ausblick seien eine Enttäuschung, was bei Analysten Senkungen der Gewinnschätzungen auslösen dürfte. Costa hält an ihrer Verkaufsempfehlung für Geberit fest.

Cedar Ekblom von Morgan Stanley geht davon aus, dass die Konsenserwartungen zum Margenziel um rund 3 Prozent sinken werden. Mit Blick auf die weitere Kursentwicklung bleibt er ebenfalls pessimistisch.

Der Margendruck sei stärker als erwartet ausgefallen und auch die Guidance fürs Gesamtjahr liege unter Konsens, heisst es bei der ZKB. Die Nachfragesituation sei aber im Bausektor erfreulicherweise weiterhin gut. Und so geht Analyst Martin Hüsler davon aus, dass sich die negative Dynamik im weiteren Jahresverlauf abkühlen wird.

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(AWP)