Der Nettoumsatz stieg im ersten Semester 2022 um 7,4 Prozent auf 3,61 Milliarden Franken an, wie der Uhrenkonzern am Donnerstag mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 6,5 Prozent. Aufgrund der Lockdowns in China im April und Mai musste Swatch aber einen Umsatzverlust von rund 400 Millionen Franken hinnehmen.

Dafür verzeichneten die Regionen Europa, Amerika und der Mittlere Osten ein zweistelliges Umsatzwachstum. Auch die meisten asiatischen Märkte wie unter anderem Japan und Singapur profitierten von einer erhöhten Nachfrage. Der Ukraine-Krieg beeinträchtigte den Konzernumsatz dabei um weniger als 1 Prozent.

Auch der Umsatz mit den Elektronischen Systemen nahm im ersten Semester um fast einen Viertel zu. Der Auftragsbestand lag in diesem Segment per Ende Juni 2022 40 Prozent über dem Vorjahr.

Trotz Wachstum bleibt der Umsatz klar unter dem Niveau von 2019, als Swatch mehr als 4 Milliarden Franken eingenommen hatte. Die Erwartungen der Analysten (3,6 Mrd) hat Swatch erfüllt.

EBIT um einen Viertel gesteigert

Auch der Betriebsgewinn EBIT kletterte in den ersten sechs Monaten des Jahres um 25 Prozent auf 503 Millionen Franken in die Höhe. Die entsprechende Marge kommt bei 13,9 Prozent nach 11,9 Prozent im Vorjahr zu liegen. Unter dem Strich stieg der Gewinn auf 320 Millionen Franken. Im Vorjahr schrieb die Gruppe einen Reingewinn von 270 Millionen Franken.

Die Erwartungen der Analysten hat Swatch beim EBIT und der Marge übertroffen. Beim Reingewinn rechneten die Experten aber mit etwas mehr (334 Mio).

Zweistelliges Umsatzwachstum realistisch

Die geopolitischen Spannungen wie auch der Nachfrageeinbruch im für die Uhrenindustrie wichtigen chinesischen Markt sorgen für Unsicherheit im Geschäft mit Zeitmessern. Normalerweise erwirtschaftet die Gruppe in China rund 40 Prozent ihres Umsatzes.

Die Swatch-Gruppe zeigt sich für das Gesamtjahr dennoch zuversichtlich. Angestrebt wird ein Umsatzanstieg in Lokalwährungen, der im zweistelligen Prozentbereich liegen soll. Im zweiten Semester sieht Swatch "äusserst positive" Wachstumsaussichten für alle Preissegmente. Regional werde das stärkste Wachstum in Amerika, Asien und Festlandchina erwartet. 

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(AWP)