Ziel der Transaktion ist die Schaffung eines der reichweitenstärksten Vermarkters der Schweiz. Zudem soll sich das Angebot auf Deutschland und Österreich erstrecken. Tamedia selbst erreicht mit über 50 Medien nach eigenen Angaben einen grossen Teil der Schweizer Bevölkerung. Goldbach hat eine führende Position in der Vermarktung elektronischer Medien.
Goldbach soll dabei unter dem Dach von Tamedia das Kompetenzcenter für TV-, Video-, Audio- und Third-Party-Digitalwerbung bilden, heisst es weiter. Zudem plane man, neue Technologien und innovative Werbeformen zu entwickeln. Daneben soll das Aussenwerbegeschäft über die Firma Neo Advertising vorangetrieben werden. An diesem Unternehmen besitzt Tamedia bereits die Mehrheit.
GRÖSSTE AKTIONÄRE ZIEHEN MIT
Für 100% der Goldbach-Aktien würde Tamedia 216 Mio CHF in die Hand nehmen. Der Kaufpreis soll in bar entrichtet werden. Kommt die Übernahme durch die Andienung von mehr als 50% der Aktien zustande, sieht Tamedia eine Dekotierung der Goldbach Group von der SIX Swiss Exchange vor. Die Goldbach-Aktien hatten am Donnerstagabend bei 35,75 CHF das Stück geschlossen, womit die Offerte auf den ersten Blick tief anmutet.
Trotzdem stehen die Chancen nicht schlecht, dass Tamedia zu einer Mehrheit bei Goldbach kommt. Denn die beiden grössten Goldbach-Aktionäre haben die Andienung ihrer Aktien an Tamedia bereits zugesichert. Es sind dies Beat Curti mit 19,84% und Veraison Sicav mit 19,09%.
GOLDBACH-CEO BLEIBT
Wie es weiter heisst, soll die Goldbach Group als integriertes Vermarktungsunternehmen innerhalb der Mediengruppe Tamedia am bisherigen Standort in Küsnacht weitergeführt werden. CEO von Goldbach bleibe Michi Frank, der das Unternehmen mit dem bisherigen Management weiterführen werde. Frank wird zudem neu Mitglied der Unternehmensleitung bei Tamedia.
Die Übernahme wird der Eidgenössischen Wettbewerbskommission zur Prüfung vorgelegt.
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(AWP)