Wie andere westeuropäische Länder gehörte auch Deutschland zu den Regionen der Welt, die 2021 nach wie vor unter den coronabedingten Einschränkungen zu leiden hatten, hiess es bei BarthHaas. Die hier ansässigen Brauereien hätten daher überwiegend Mengenverluste hinnehmen müssen, während sich Unternehmen aus den meisten anderen Ländern gegenüber dem ersten Pandemiejahr erholen konnten.

Grösster deutscher Bierhersteller ist der Liste zufolge weiter die Oetker-Tochter Radeberger-Gruppe, die unverändert auf Rang 22 geführt wird. Es folgt die TCB Beteiligungsgesellschaft erneut auf Platz 24, zu der unter anderem die Gilde Brauerei, das Frankfurter Brauhaus und Feldschlösschen gehören. Die Oettinger-Gruppe belegt erneut Rang 25. Auch die Privatbrauerei Veltins, die es im Vorjahr erstmals ins Ranking auf Platz 40 geschafft hatte, ist erneut dort vertreten.

Während diese vier deutschen Bierhersteller ihre Positionen in dem Ranking hielten, machten mit Krombacher von Platz 31 auf 30 und der Paulaner Gruppe von 33 auf 31 zwei deutsche Gross-Brauer Plätze gut. Die Bitburger-Gruppe stieg hingegen von Platz 32 auf 33 ab. Und Warsteiner ist nicht mehr in dem Ranking von BarthHaas vertreten.

Das Ausstossvolumen der 40 grössten Brauereien stieg demnach 2021 um insgesamt etwa 80 Millionen Hektoliter auf fast 1,7 Milliarden Hektoliter. Das entspreche einem Plus von knapp 5 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt weltweit habe damit auf 91,4 Prozent zugenommen. Allein die beiden grössten Brauer, AB Inbev und Heineken , stünden zusammen für fast die Hälfte des Bierausstosses der Top 40 Brauer.

Die deutschen Brauereien waren auch 2021 von starken Einschränkungen in der Gastronomie betroffen. Geschlossene Gaststätten, abgesagte Volksfeste, Sportveranstaltungen ohne Zuschauer - monatelang konnte in Deutschland kaum Bier vom Fass ausgeschenkt werden. Erst im Mai 2021 lief in vielen Brauereien die Fassbierproduktion wieder an. Während gewöhnlich ein Fünftel des in Deutschland gebrauten Bieres in die Gastronomie fliesse, habe dieser Absatzkanal über Monate praktisch nicht mehr existiert, beklagte damals der Deutsche Brauer-Bund./vd/DP/jha

(AWP)