2025 dürfte als das Jahr der Edelmetalle in die Geschichtsbücher eingehen. So stürmte etwa der Goldpreis von Rekordhoch zu Rekordhoch. Ging es im zurückliegenden März erstmals über die 3’000-Dollar-Marke, gelang im Oktober sogar der Sprung über die 4’000er-Marke. Doch damit nicht genug. Was 2025 im Rekordrausch endete, setzte sich zu Beginn von 2026 nahtlos fort: Im Januar wurde die 5’000er-Marke geknackt, im Hoch notierte Gold jüngst sogar bei knapp 5’600 Dollar je Unze. Doch dann kam der Rückschlag. Ende Januar rauschte der Goldpreis binnen weniger Tage nach unten. Im (vorläufigen?) Tief Anfang Februar notierte er bei 4’400 Dollar. Und auch wenn es danach wieder nach oben ging, aktuell kostet eine Unze Gold rund 4’920 Dollar (Stand: 12. Februar 2026), nicht wenige Anleger fragen sich, ob der Goldrausch beendet ist?

Auf der Suche nach Antworten

Nun, die Frage lässt sich nicht so leicht mit einem „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Beides könnte der Fall sein. Das hat damit zu tun, dass man das Anlagevehikel Gold unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten kann. Gold ist quasi nicht gleich Gold, um es mal salopp zu formulieren. Fangen wir deshalb mit dem „Nein“ an.

Nein, der „Goldrausch“ ist nicht beendet

Trotz aller Schwankungen beim Preis, Gold ist und bleibt erste Wahl, wenn es darum geht, Geld wert- und krisensicher anzulegen. Gold gilt traditionell als „sicherer Hafen“, der nicht nur in Zeiten wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit gefragt ist. Gold wird als Ersatz für Papiergeld angesehen, das nach Einschätzung einiger Beobachter immer mehr an Vertrauen und Wert verliert. Sie befürchten, dass die Ausweitung der Geldmenge früher oder später zu dauerhaft hohen Inflationsraten führen wird. Da die weltweit vorhandene Goldmenge insgesamt begrenzt ist – würde man alles Gold der Welt, das jemals in der Menschheitsgeschichte gefördert wurde, in einen Würfel pressen, hätte dieser eine Kantenlänge von nur rund 21 Metern und wäre damit kleiner als das Brandenburger Tor in Berlin – bietet das Edelmetall einen natürlichen Schutz vor Inflation, so die Argumentation. Dabei ist es nahezu egal, wo der Goldpreis „aktuell“ steht, ob er fällt oder steigt. Gold als Ersatz- und Krisenwährung ist immer gefragt.

Ja, der „Goldrausch“ ist beendet

Zumindest könnte der Goldrausch der zurückliegenden Monate einen „Dämpfer“ bekommen haben. Das liegt vor allem am spekulativen Kapital, das angesichts der aktuellen Krisen zuhauf in Gold geflossen ist. Trumps Grönland-Fantasien, der Krieg in der Ukraine, Dollar-Schwäche und und und, Anleger haben zuletzt Rekordsummen in Gold investiert. Dabei kam es vermehrt zu spekulativen Zuflüssen, also zu „Wetten“ auf einen steigenden Goldpreis. Die globalen Gold-ETFs zum Beispiel verzeichneten 2025 ein Rekordjahr mit Zuflüssen von rund 89 Milliarden Dollar. „Die Hausse nährt die Hausse“, was am Aktienmarkt funktioniert, funktioniert auch bei Gold. Ein unter Umständen aber gefährliches Spiel, denn jede Hausse endet mal. Einem Kettenbrief gleich bedarf es immer neuer Käufer, um die Hausse voranzutreiben. Finden sich keine neuen Käufer, wird auf die Verkaufstaste gedrückt. Ein fataler Moment, vor allem in einem überschaubaren Marktumfeld, wie das eben bei Gold der Fall ist. Der starke Kursrückgang Ende Januar und Anfang Februar könnte einen Vorgeschmack auf das gegeben haben, was droht, wenn die Hausse wirklich zu Ende ist.

Geduld ist gefragt

Damit es hier keine Missverständnisse gibt, das Ende der Hausse bedeutet nicht das Ende des Goldes als Krisenwährung, aber eben das Ende als Spekulationsobjekt. Ein Ende, das sich einige Profis sogar wünschen, damit nur die ernsthaften Kaufinteressenten übrigbleiben, jene, die ihr Geld langfristig wertsicher anlegen wollen. Dazu gehören etwa auch die Notenbanken. Bereits in den vergangenen drei Jahren haben diese ihre Goldreserven um rund 1’000 Tonnen pro Jahr ausgebaut. Auch 2026 dürfte der Zuwachs nach Einschätzung des World Gold Council (WGC) auf ähnlichem Niveau und deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegen.
Einige Beobachter raten deshalb beim Goldkauf derzeit zu Geduld. Nach dem ersten Ausverkauf Ende Januar und Anfang Februar setzen sie auf einen zweiten Abwärtsruck. Dann, so ihre Hoffnung, könnte es sich wieder lohnen, langfristig in Gold zu investieren.

Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zur Übersicht unserer Produkte auf Gold.
 

 

Dieser Beitrag entspricht Marketingmaterial gemäss Art. 68 des Bundesgesetzes über die Finanzdienstleistungen (FIDLEG) und dient ausschliesslich Informationszwecken. Die Informationen stellen keine Anlageempfehlung oder -beratung dar und beinhalten weder eine Offerte, noch eine Einladung zur Offertstellung. Es ist nicht erlaubt, Teile des Inhalts dieses Beitrags in irgendeiner Weise ohne unsere vorherige schriftliche Genehmigung zu reproduzieren, mit Ausnahme der Erstellung einer einzigen Kopie oder eines Auszugs ausschliesslich für persönliche, nicht-kommerzielle Zwecke.