Kaum dass sich die von der Handelspolitik im Allgemeinen und dem Zollstreit zwischen den USA und China im Speziellen ausgehenden Wogen etwas geglättet hatten, wirft der Krieg im Mittleren Osten neue Fragen auf. Umso gespannter dürften die in der portugiesischen Hauptstadt anwesenden Marktteilnehmer auf die Prognosen der Branchenorganisation warten. Am Vormittag des 22. April stellt sie den aktuellen Ausblick für 2026 und 2027 vor.

Historische Bestmarke

Im Rahmen ihrer Tagung im vergangenen Herbst haben die ICSG-Experten bereits eine erste Prognose für das laufende Jahr publiziert. Demnach würde die globale Marktbilanz für Kupfer wieder in ein Defizit fallen. 2024 und 2025 war die Welt zum ersten Mal seit der globalen Finanzkrise 2009 ausreichend mit dem wichtigsten Industriemetall versorgt. Als die ICSG ihre Schätzung veröffentlichte, befand sich der Kupferpreis bereits auf dem Weg nach oben. An der US-Warenterminbörse Comex gipfelte die Rallye Ende Januar in einem Allzeithoch von über USD 6.50 je Pfund. Zu diesem Top wurde der Future von der Hoffnung auf eine florierende Weltwirtschaft, der Aussicht auf weitere Zinssenkungen, Problemen im Bergbau, einem schwächelnden US-Dollar sowie dem Interesse von Seiten der Investoren getrieben. Die konjunkturelle Fantasie kam vor allem aus China. Nahezu 60% der weltweiten Kupfernachfrage gehen auf das Reich der Mitte zurück.
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Krieg mit zweierlei Folgen

Knapp zwei Monate nach der historischen Bestmarke ist die Euphorie verflogen. Ausgebremst wurde der Rohstoff zum einen von wachsenden Vorräten. Laut einer Analyse von J.P. Morgan hat die an den Warenterminbörsen in den USA, Europa und Fernost sowie bei den Zollbehörden eingelagerte Kupfermenge das höchste Niveau seit 2018 erreicht. Darüber hinaus kam einmal mehr die besondere Konjunktursensitivität des roten Metalls zum Vorschein. Rund um den Globus haben sich die Wirtschaftsaussichten eingetrübt. Hier tat der Krieg im Mittleren Osten ein Übriges – der damit einhergehende Ölpreisschock droht den Konjunkturmotor abzuwürgen.

Eine drastische Prognose

Ungeachtet der kurzfristigen Turbulenzen und Unwägbarkeiten scheinen die langfristigen Treiber des Kupfermarktes intakt zu sein. Wegen seiner hohen Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit ist das Industriemetall für den globalen Fortschritt unverzichtbar. «Da die Welt in das Zeitalter der Elektrifizierung eintritt, wird ein starkes Nachfragewachstum bei Kupfer aus einer Vielzahl von Bereichen erwartet», erklärt die Internationale Energieagentur (IEA). Neben Stromnetzen zählt sie dazu die Elektromobilität, Bau, Industrie und Rechenzentren. In einer Anfang März publizierten Studie gibt die Agentur eine drastische Prognose ab: «Aufgrund der aktuellen Projektpipeline rechnet die IEA damit, dass auf dem Kupfermarkt bis 2035 ein Versorgungsdefizit von 30% entstehen könnte.» Die Experten begründen ihre Einschätzung unter anderem damit, dass im Bergbau die Kupfererzgehalte sinken, während die Exploration komplexer wird und die Kapitalkosten steigen. Fazit: Kupfer ist als Rohstoff mehr denn je unverzichtbar – daran dürfte die aktuelle Preisdelle kaum etwas ändern.

Globaler Kupfermarkt

Altes Metall, neuer Zugang

Kupfer zählt zu den ersten Metallen, die vom Menschen verwendet wurden. Archäologische Funde zeigen, dass aus dem roten Metall in Westasien bereits vor mehr als 10'000 Jahren Messer und Schmuckstücke geformt wurden. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert machte die Erfindung der Elektrizität und des Magnetismus die Industrialisierung und damit eine neue Kupferära möglich. Der besonders leitfähige und korrosionsbeständige Rohstoff wurde für immer mehr Applikationen unverzichtbar – das Spektrum reicht vom Bau über die Stromversorgung bis zur Elektronik. Folgerichtig hat sich der weltweite Kupferverbrauch laut den Zahlen der International Copper Study Group (ICSG) in den vergangenen 50 Jahren annähernd vervierfacht. Grösster Abnehmer ist heute China, knapp 60% des globalen Bedarfs kommen aus dem Reich der Mitte. Megatrends wie künstliche Intelligenz, E-Mobilität oder Energiewende schieben die Kupfernachfrage zusätzlich an.

Regelmässiger Austausch

Vor diesem Hintergrund ist Kupfer längst auch ein interessantes und aussichtsreiches Investmentobjekt. Investoren haben hier eine Möglichkeit, auf den globalen Fortschritt und langfristiges Wachstum zu setzen. Allerdings ist der Zugang in diese Anlageklasse nicht ohne weiteres möglich. Wie andere Rohstoffe auch, wird Kupfer auf Termin gehandelt. Wer sich dauerhaft positionieren möchte, ist auf den regelmässigen Austausch solcher Futures angewiesen. Abhilfe leisten spezielle Rohstoffindizes, indem sie einen auslaufenden Kontrakt durch den nächstfälligen ersetzen. Der Fachjargon spricht hier vom «Rollvorgang». 
Neuer Kupferindex
Neben dem Terminhandel zählt die Quotierung in US-Dollar zu den Wesensmerkmalen des Rohstoffhandels. Bei einer Allokation in Schweizer Franken nimmt also der Wechselkurs USD/CHF Einfluss auf den Wert der Position. Insofern hinterlässt der notorisch starke Franken seit Jahren negative Spuren in den Rohstoff-Allokationen heimischer Investoren. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wertete der Greenback gegenüber dem Franken um mehr als ein Zehntel ab. Mit dem Ziel, den Währungseinfluss auszuklammern, wurde der Leonteq Copper CHF Hedged Index aufgesetzt. Die neue Benchmark bildet die Wertentwicklung einer CHF-Position im Kupfer-Future ab. Dabei greift ein täglicher Währungsabsicherungsmechanismus auf das FX-Gespann USD/CHF. Der zugrunde liegende Terminkontrakt wird alle zwei Monate gewechselt.

Flexibilität, Liquidität und Sicherheit

Investierbar wird der Leonteq Copper CHF Hedged Index mit einem Exchange Traded Product (ETP). Das strukturierte Produkt bildet den Basiswert ohne Laufzeitbegrenzung ab und ist täglich an der SIX sowie an der BX Swiss handelbar. Neben einer hohen Flexibilität und Liquidität bringt das ETP einen speziellen Absicherungsmechanismus mit. Um das Emittentenrisiko weitestgehend auszuklammern, hinterlegt Leonteq bei der SIX SIS AG ein Pfand. Die Besicherung entwickelt sich dynamisch: Sobald Anleger Geld investieren oder der Wert des ETP steigt, stockt die Emittentin das Pfand auf. Für die laufende Überwachung dieses Mechanismus ist die SIX Repo AG zuständig. Die Verwaltungsgebühr für das Partizipationsprodukt beträgt 0.20% p.a. Übrigens: Mit der aktuellen Emission baut Leonteq die Palette an Metall-Investments mit Währungsabsicherung aus. Neben Kupfer können Anleger ETPs auf Gold und Silber handeln, deren Basiswerte das Label «CHF Hedged» tragen.

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Simon Przibylla, Executive Director, Public Solutions, Leonteq

 

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