SpaceX baut die Belegschaft stark aus. Laut dem Karrierenetzwerk LinkedIn sind bei dem US-Weltraumunternehmen rund 2'000 Stellen offen. Dazu zählt die Position „Investor Relations Manager“.1 In der Tat dürfte der Bedarf von SpaceX, die Beziehungen zu den Anlegern zu pflegen, demnächst weiter zunehmen. Das von US-Milliardär Elon Musk 2002 gegründete Unternehmen plant den Börsengang. Im Juni 2026 könnte SpaceX an der Nasdaq debütieren. Auf die Nasdaq könnte damit eines der grössten Börsendebüts aller Zeiten zukommen. Im Raum steht ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar sowie eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar. SpaceX wäre damit das grösste IPO aller Zeiten und aus dem Stand zu den zehn wertvollsten Unternehmen der Welt zählen.2

Als grösste private Weltraumfirma deckt der kalifornische Konzern ein breites Spektrum ab. In seiner Raketensparte startet SpaceX mehr Missionen als sämtliche anderen staatlichen und privaten Dienstleister zusammen. 2025 hob die «Falcon 9» 165-mal ab. Mit der Tocher «Starlink» betreibt das Unternehmen ein Netzwerk von mehr als 10'000 Satelliten und versorgt gut zehn Millionen Nutzer mit Breitbandinternet. Während dieser Geschäftsbereich profitabel arbeitet und etwa 50 bis 80 Prozent zum Konzernumsatz besteuert, gibt es beim «Starship» noch Herausforderungen. Die mit einer Schwerlastrakete kombinierte Raumkapsel soll Astronauten zum Mond und später zum Mars bringen. Allerdings sind drei von bisher fünf Testflügen gescheitert. Seit Februar 2026 zählt auch noch der KI-Entwickler xAI zu SpaceX-. Die hohen Investitionen in die Künstliche Intelligenz schlagen sich im Ergebnis nieder. 2025 verbuchte SpaceX bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar unter dem Strich ein Minus von knapp fünf Milliarden Dollar.3

Aktuelle Zahlen 

SpaceX plant den Gang an die Wall Street  in einer Zeit in der die Weltraumwirtschaft auf zunehmendes Interesse stösst. Belegen lässt sich diese These mit aktuellen Zahlen der Satellite Industry Association (SIA). 2025 zählte der US-Branchenverband knapp 300 Raketenstarts. Sie transportierten 4'434 Satelliten auf eine Erdumlaufbahn. Das waren 65 Prozent mehr als 2024. Die globale Weltraumwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 429 Milliarden US-Dollar. Die kommerzielle Satellitenindustrie steuerte knapp drei Viertel zu den Umsätzen bei. SIA-Präsident Tom Stroup führt das Wachstum auf kontinuierliche Innovationen und Investitionen zurück. Besonders stark florierte die Datenübertragung. 2025 stieg die Zahl der Nutzer von satellitengestütztem Breitbandinternet um 62 Prozent. „Der gesteigerte Nutzen und die neuen Fähigkeiten werden auch weiterhin den Hunderten Millionen Amerikanern und Milliarden von Kunden weltweit zugutekommen, die bereits heute täglich auf Satelliten angewiesen sind“, blickt der Chef des Branchenverbandes nach vorne.4
Fachliche Auswahl durch die European Space Agency (ESA)
Angesichts dieser Aussichten überrascht es nicht, dass die Weltraumwirtschaft die Investoren schon vor den IPO-Plänen von Branchenkrösus SpaceX fasziniert hat. Für Anleger, die nicht auf einzelne Firmen setzten möchten, ermöglicht der der Euronext Helios Space Index eine breite Beteiligung an der gesamten Weltraumwirtschaft. Dieser Gradmesser wurde vom Börsenbetreiber Euronext zusammen mit der European Space Agency, kurz ESA, konzipiert. Die geballte Expertise der europäischen Weltraumbehörde fliesst in die Zusammensetzung des Index ein. Für eine Aufnahme kommen nur Unternehmen in Frage, die besonders stark von der europäischen Weltraumwirtschaft profitieren. Das Auswahluniversum bilden die Aktien entwickelter Länder, welche die quantitativen Voraussetzungen erfüllen. Aus diesem Fundus filtert die ESA die „Space“-Titel heraus. Sie durchforstet dabei beide Teilbereiche der Weltraumwirtschaft, „Upstream“ und „Downstream“. Zum erst genannten Bereich zählen Unternehmen, die beispielsweise an der Entwicklung und dem Bau von Raumfahrtsystemen, Trägerraketen und Bodenstationen arbeiten. „Downstream“ steht dagegen vor allem für Satellitenbetreiber sowie Dienstleister der Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung.5

Einfacher Zugang

Ein Tracker-Zertifikat (Symbol: SPACEU) bildet den Euronext Helios Space NR Index ohne Laufzeitbegrenzung ab und bietet damit einen unkomplizierten Zugang zu einem Zukunftsthema, ohne das einzelne Aktien ausgewählt werden müssen. Anleger haben dadurch die Möglichkeit, eine diversifizierte und flexible Positionierung auf dem Gebiet der Weltraumwirtschaft einzugehen. Möglicherweise bekommt der Basiswert schon bald Verstärkung. Jedenfalls gibt es eine direkte Verbindung respektive Geschäftsbeziehung zwischen SpaceX und der ESA: Beispielsweise flog im Februar 2026 die französische Astronautin Sophie Adenot mit dem „Dragon“-Raumschiff der US-Amerikaner zur Internationalen Raumstation ISS.6 Anfang Mai 2026 hat SpaceX mit der „Falcon-9“ im Auftrag der ESA 13 Satelliten von der kalifornischen Vandenberg Space Force Base aus in den Orbit befördert.7

Bitte beachten Sie, dass kein Kapitalschutz besteht. Zudem muss – wie immer bei Strukturierten Produkten – das Emittentenrisiko berücksichtigt werden.

Quellen:

1) https://job-boards.greenhouse.io/spacex/jobs/8461644002, Abfrage am 15.05.2026
2) Reuters, Medienbericht, 21.04.2026
3) Reuters, Medienbericht, 21.04.2026
4) Satellite Industry Association, Medienmitteilung, 13.05.2026
5) Euronext, Euronext Helios Space Index, Factsheet, 31.03.2026
6) ESA, Crew-12 Start, 13.02.2026
7) ESA, Medienmitteilung, 04.05.2026

Zum Autor

Jérôme Allet, Leiter Public Distribution für Strukturierte Produkte Schweiz, UBS Investment Bank
Jérôme Allet begann seine berufliche Laufbahn 2011 als Graduate Talent bei der UBS Investment Bank. Seit 2017 leitet er das Team «Public Distribution Sales Switzerland» im Bereich Structured & Solutions Distribution. In dieser Funktion verantwortet er den öffentlichen Vertrieb von Strukturierten Produkten in der Schweiz. Seit 2018 ist er zusätzlich für White Label Lösungen im Bereich Hebelprodukte in Europa zuständig.

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