Etwa 220 Arbeitsplätze sollen den Beschäftigten an anderen Bosch-Standorten angeboten werden. Der Personalabbau soll möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Auch Angebote für Altersteilzeit und Vorruhestand sowie freiwillige Abfindungen gehören zum Massnahmenpaket.
Der Technologiekonzern hatte im vergangenen Jahr den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen angekündigt. Besonders stark davon betroffen ist die Mobilitätssparte des Stiftungsunternehmens.
Warum das Aus für den Standort bevorsteht
Als Grund für das Ende der Produktion nannte Bosch neben den zu hohen Kosten den Rückgang im Umsatz für Verbindungstechnik-Produkte. Auf dem europäischen Markt sei der in den vergangenen acht Jahren um knapp die Hälfte zurückgegangen.
Weitere Umsatzrückgänge in den kommenden Jahren seien prognostiziert. Am Standort Waiblingen seien das Produktionsvolumen und damit einhergehend das Beschäftigungsniveau seit vielen Jahren rückläufig. «Trotz entsprechender Anstrengungen konnten in dieser Zeit keine beschäftigungsrelevanten Neuprodukte gewonnen werden.»
Nach Angaben der IG Metall in Waiblingen hätte der Standort eine Zukunft haben können, wenn Bosch bereit gewesen wäre, sie aktiv mitzugestalten. «Die Verlagerung von Produktion und Know-how ist ein schwerer Fehler zulasten der Region.» Die nun erreichte Einigung federe den Strukturbruch zwar sozial ab, ersetze aber keinen industriepolitischen Gestaltungswillen des Konzerns. «Wichtig sind vor allem die zugesagte Weiterbeschäftigung, Qualifizierung und die Transfergesellschaft ab 2029.»
Nicht betroffen von der Schliessung sind laut Bosch andere Tochterfirmen am Standort Waiblingen./ols/DP/jha
(AWP)
