Die 30 Festnahmen der Stadtpolizei erfolgten unter anderem wegen Diebstählen, Betäubungsmittelhandels, Körperverletzung, sowie Verstössen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz, wie die Stadtpolizei Zürich am Sonntag mitteilte. Vier der festgenommenen Personen stammten aus der Schweiz. Der Rest unter anderem aus Italien, Gambia oder Algerien.

Am Abend und in der Nacht hätten sich die Meldungen über Auseinandersetzungen, Tätlichkeiten und Körperverletzungen gehäuft. Bisher liegen laut Medienmitteilung keine Meldungen über Personen mit schweren Verletzungen vor. Die Stadtpolizei habe ausserdem etwas über 50 Gramm Amphetamin, über 40 Gramm Ketamin, rund 20 Gramm Kokain und über hundert Ecstasy-Pillen sichergestellt.

Am Nachmittag habe die Wasserschutzpolizei mehrere Schwimmende aus dem Zürichsee und der Limmat gewiesen. Ebenso hätten einige Bootsführende die Verkehrsvorschriften auf dem Wasser missachtet. Die Polizei habe sie ebenfalls weggewiesen. Kurz nach dem Mittag sei ein Schwimmer bei der Wühre gerettet worden, der in Not geraten war, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Die Verwaltungspolizei habe illegale Händler verzeigt. Zudem habe sie mehrere Abmahnungen gegen Restaurants ausgesprochen, die durch offene Fenster den Aussenbereich beschallt hätten, oder Personen ermahnt, die Lautsprecheranlagen im Freien mitgeführt hätten. Die durchgeführten Schalldruckmessungen hätten den geltenden Richtlinien entsprochen.

14 Personen mussten nach übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle eingeliefert werden.

Kantonspolizei verhaftete 16 Männer

Die Kantonspolizei Zürich war derweil für den Hauptbahnhof zuständig. Es sei zu keinen schweren Delikten gekommen, bilanzierte sie. Sie hat 16 Männer verhaftet, wie sie ebenfalls am Sonntag mitteilte. Sie stammten unter anderem aus der Schweiz, Afghanistan, und Algerien. Sie hätten Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz oder das Betäubungsmittelgesetz begangen. Einige seien verdächtigt worden, Vermögensdelikte zu begehen.

Die Kantonspolizei hat laut Medienmitteilung 47 Personen vom Stadtgebiet weggewiesen, die entweder nicht angeben konnten, warum sie sich in der Stadt aufhielten oder sich auffällig verhielten.

Ausserdem habe die Kantonspolizei in der Nacht auf Sonntag auf Hauptverkehrsstrassen in Zürich, im Raum Dübendorf sowie auf der Autobahn A3 Kontrollen durchgeführt. Bei der Überprüfung von 264 Fahrzeugen seien 13 Lenkende unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss unterwegs gewesen. Ihnen sei der Führerausweis vorläufig abgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft werde gegen sie eine Strafuntersuchung eröffnen.

149 Behandlungen mehr als im Vorjahr

Bis zur Schliessung des letzten Sanitätspostens kurz nach Mitternacht führte Schutz und Rettung Zürich 149 Behandlungen mehr als im Vorjahr durch, wie die Organisation ebenfalls am Sonntag mitteilte. 263 der Behandlungen erfolgten wegen Schnitt- und Schürfwunden, 223 wegen Alkohol.

128 Personen seien zur Behandlung und Überwachung in die Notunterkunft gebracht worden. Das seien 33 mehr als 2025. 45 Besuchende hätten sich wegen Insektenstichen behandeln lassen, 44 wegen Prellungen oder Stauchungen. Die hohen Temperaturen hätten zudem zu Beschwerden wie Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen oder Sonnenstichen geführt. Ab den Sanitätsposten wurden total 45 Personen zur weiteren Behandlung oder Abklärung in ein Spital überführt.

Vor und während der Street Parade habe die Feuerpolizei die Rettungszufahrt sowie die Fluchtwege und Fluchttore der eingezäunten VIP-Bereiche entlang der Umzugsroute kontrolliert. Zudem habe sie 23 unangekündigte Besuche in Nachtlokalen durchgeführt, um die Einhaltung von Brandschutzrichtlinien, Fluchtwegen, Notausgängen und die maximale Personenkapazität zu überprüfen. Es seien verschiedentlich kleinere Mängel festgestellt, die jedoch sofort vor Ort behoben wurden. Zu Verzeigungen sei es nicht gekommen.

An der 33. Street Parade haben am Samstag rund 900'000 Technofans um das Zürcher Seebecken getanzt. Die Hitze drückte der diesjährigen Ausgabe ihren Stempel auf.

(AWP)