Starker Wind, Gewitter, Schneefall und schlechte Sicht haben in den letzten Tagen die europäische Wetterlage bestimmt. Die Swiss schloss nicht aus, dass aufgrund der Wetterlage in den kommenden Tagen an verschiedenen Flughäfen in Europa weitere Flüge gestrichen werden müssen.

An mehreren Flughäfen mussten Flugzeuge in einem aufwendigen Vorgang enteist werden. Dafür brauche es Zeit, Personal und spezielle Infrastruktur, was die Flughäfen rasch an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht habe, so der Sprecher.

Was auf einer Strecke beginne, setze sich im Verlauf eines Tages fort - ein fehlendes Abflugzeitfenster, eine ungünstig platzierte Maschine oder eine Crew, die ihren nächsten Einsatz nicht erreicht, übertrage sich rasch auf andere Verbindungen.

Das führe unter Umständen dazu, dass Flüge gestrichen werden, selbst wenn Maschinen und Belegschaft eigentlich bereitstünden. Die aktuellen Wetterbedingungen in Europa hätten einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand zur Folge. Mitarbeitenden arbeiten vielerorts unter Hochdruck daran, für jede betroffene Person «eine möglichst gute Lösung zu finden», so der Swiss-Sprecher weiter.

Am Montagmorgen musste die Fluggesellschaft proaktiv zwei Flüge zwischen Zürich und Bremen streichen. Damit sei die Situation im Vergleich zu den Vortagen weit «weniger drastisch». Weitere Annullierungen seien nicht vorgesehen.

Glatteis in Frankfurt

An Deutschlands grösstem Flughafen in Frankfurt wurden am Montagmorgen 98 der geplanten 1052 Flüge gestrichen, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Tag eine Unwetterwarnung vor Glatteis für Teile des westdeutschen Bundeslandes Hessen herausgegeben.

(AWP)