Der Auftragseingang reduzierte sich nach dem starken Vorjahr unter anderem wegen des Wegfalls von Grossaufträgen um 5 Prozent auf 8,97 Milliarden US-Dollar, wie der Hersteller von Industrierobotern, Ladestationen für E-Autos oder Automationslösungen am Donnerstag mitteilte. Auf vergleichbarer Basis lag das Minus bei 4 Prozent.

Besser sieht die Situation beim Umsatz aus: Dieser lag in US-Dollar unverändert bei 7,87 Milliarden US-Dollar, auf vergleichbarer Basis ergab sich indes ein Plus von 2 Prozent.

«Wir sind mit einer unerwartet kräftigen Auftragsdynamik, einer rekordhohen Marge und starker Cash-Generierung trotz hoher Vergleichswerte gut ins Jahr gestartet», lässt sich in der Mitteilung der im Sommer abtretende CEO Björn Rosengren zitieren. Dies erlaube die entsprechende Zuversicht, um die Margenerwartungen für das Gesamtjahr 2024 zu erhöhen.

Operative Marge auf Rekordniveau

Die Profitabilität wurde denn auch klar gesteigert. Der operative Gewinn (EBITA) verbesserte sich um 11 Prozent auf 1,42 Milliarden US-Dollar und die entsprechende Marge um 1,6 Prozentpunkte auf 17,9 Prozent. Dieser Wert entspricht einem Allzeithoch. ABB begründet die Margenverbesserung mit den leicht höheren Volumen, einem positiven Preiseffekt und den Auswirkungen der Effizienzmassnahmen. Dies habe die höheren Kosten für Personal, Forschung & Entwicklung sowie für Vertrieb und Verwaltung mehr als ausgeglichen.

Der Reingewinn ging unter anderem wegen eines positiven Steuereffekts im Vorjahr um 13 Prozent auf 905 Millionen US-Dollar zurück. Die Erwartungen der Analysten hat ABB damit mehrheitlich übertroffen, einzig der Umsatz lag unter den Erwartungen.

Das Projekt- und Systemgeschäft sei weiterhin von regen Kundenaktivitäten geprägt, und die positive Auftragsentwicklung im kurzzyklischen Geschäft des Geschäftsbereichs Elektrifizierung sei ermutigend, meint ABB «zusammenfassend» zum Geschäftsverlauf im Quartal. Für das Gesamtjahr sei deshalb noch mehr Zuversicht angebracht.

Dass im vierten Quartal 2023 im Bereich Robotik & Fertigungsautomation die Talsohle durchschritten worden sei, habe sich zudem bestätigt.

Für das laufende zweite Quartal stellt das Management ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes im mittleren einstelligen Bereich und eine leicht erhöhte operative EBITA-Marge gegenüber dem ersten Quartal 2024 in Aussicht.

Margenprognose wird angehoben

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2024 werden mit Blick auf die Marge leicht erhöht. Demnach wird eine operative EBITA-Marge von rund 18 erwartet. Gemäss der alten Prognose sollte die Marge lediglich «leicht» über den Vorjahreswert von 16,9 Prozent steigen. Das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis wird weiterhin bei rund 5 Prozent erwartet.

Zum Thema Akquisitionen fügte Rosengren hinzu, dass die Pipeline an Übernahmezielen gut gefüllt sei und dass sich darunter auch einige etwas grössere als die zuletzt angekündigten Transaktionen befänden.

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(AWP)