Die bereits bekannten Absatzrückgänge der deutschen Konzerne VW , Mercedes-Benz und BMW liegen allesamt über dem Durchschnitt der 20 grössten Hersteller weltweit, den das CAM mit minus 2,8 Prozent angibt. Es gibt in dieser Gruppe allerdings auch sechs Konzerne, die es teils deutlich härter getroffen hat.
«Die globale Automobilindustrie tritt in eine neue Phase der Marktbereinigung ein», sagte CAM-Direktor und Studienleiter Stefan Bratzel. «Wem es nicht gelingt, sich schnell den neuen Markt- und Technologiebedingungen anzupassen, droht längerfristig auszuscheiden.» Das Jahr 2026 dürfte deshalb «zu einem weiteren Beschleuniger der Konsolidierung und Restrukturierung in der globalen Automobilindustrie werden», so Bratzel weiter.
BYD leidet unter China-Schwäche
Die deutschen Hersteller litten im ersten Halbjahr unter starken Rückgängen im für sie wichtigen chinesischen Markt. Dessen Schwäche und der sehr starke Wettbewerb treffen die heimischen Hersteller allerdings teils noch härter. Der lange erfolgsverwöhnte Platzhirsch BYD büsst dort laut der Untersuchung 39 Prozent ein - das können auch steigende Exporte nicht ausgleichen. Weltweit steht ein Minus von 15,7 Prozent.
Toyota als weltweite Nummer eins baute seinen Vorsprung vor VW aus, mit 3,1 Prozent lag das Minus dort nur halb so hoch wie bei den Wolfsburgern, die konzernweit inklusiver aller Töchter 6,5 Prozent verloren. Hyundai als weltweite Nummer drei ist den Wolfsburger immer dichter auf den Fersen: Die Südkoreaner büssten 1,6 Prozent ein und verkürzten damit den Abstand zu VW.
Zusammen verkauften die 20 Konzerne 1,1 Millionen Autos weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Einzelne Konzerne konnten auch deutlich zulegen - unter anderem Tesla , Stellantis oder Suzuki . Teilweise stecken dahinter aber auch besonders schwache Vergleichszahlen aus dem Vorjahr./fjo/DP/men
(AWP)
