Addex-Chef Tim Dyer wertet die Rückgabe eines Forschungsprogramms durch den bisherigen Partner Indivior positiv. Der Medikamentenkandidat sei nicht gescheitert, betonte der CEO gegenüber der Nachrichtenagentur AWP am Freitag. Vielmehr erhalte Addex nun ein Programm zurück, in das bereits erhebliche Summen investiert worden seien.

Indivior hatte 2018 zunächst 5 Millionen US-Dollar bezahlt und danach laut Dyer mehr als 20 Millionen Dollar in die Forschung bei Addex investiert. Hinzu kämen schätzungsweise ähnlich hohe interne Forschungsaufwendungen bei Indivior. «Wir erhalten nun diesen gesamten Wert zurück», sagte Dyer.

Addex hatte am Freitag mitgeteilt, dass das Unternehmen die weltweiten Rechte an allen GABAB-Wirkstoffkandidaten aus der Partnerschaft zurückerhalte. Grund sind laut Dyer die geplante Fusion der Indivior-Muttergesellschaft mit Supernus Pharmaceuticals und die damit verbundene Restrukturierung. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Indivior sind geschlossen worden.

Der zurückgegebene Kandidat soll vor allem gegen Suchterkrankungen weiterentwickelt werden und ist laut Dyer bereit für den Start der klinischen Phase I. Addex muss dafür nun allerdings die Finanzierung sicherstellen.

Daneben verfügt das Biotechunternehmen über ein eigenes GABAB-Programm gegen chronischen Husten. Für die Programme will Addex strategische Optionen prüfen. Dazu zählen neue Partnerschaften oder eine weitere Entwicklung in Eigenregie vor einer späteren Verpartnerung.

(AWP)