Der Nettoumsatz im Segment Healthcare stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 226,0 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz im Segment erhöhte sich nominal sogar um 12,7 Prozent auf 291,4 Millionen Franken. Der deutliche Anstieg sei allerdings hauptsächlich auf eine veränderte Darstellung von Honoraren unabhängiger Ärzte infolge neuer Tarifvereinbarungen mit Zusatzversicherern zurückzuführen, so Aevis.

Kosteneinsparungen erreicht

Die operative Profitabilität verbesserte sich klar: Der sogenannte EBITDAR (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Miet- oder Restrukturierungskosten) stieg um 21,3 Prozent auf 25,2 Millionen Franken, die entsprechende Marge erhöhte sich damit auf 11,2 von 9,3 Prozent.

Auf Stufe EBIT legte der Gewinn gar um gut 47 Prozent auf 10,0 Millionen Franken zu. Das Unternehmen verweist auf die Auswirkungen der 2025 eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen, die unter anderem den Posten der «sonstigen Betriebskosten» um 16 Prozent auf 26,2 Millionen Franken senkten.

Kostendisziplin beibehalten

Wie bereits am Vorabend mitgeteilt, wird Swiss Medical Network die Aktivitäten der Winterthurer Privatklinik Lindberg auf die Privatklinik Bethanien in Zürich und die Privatklinik Belair verlagern. Lindberg werde die Ergebnisse noch bis Ende September 2026 belasten, hiess es dazu. Ab Oktober werde das Kantonsspital Winterthur schrittweise die Flächen als Mieter übernehmen.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. Die Kostendisziplin soll vorangetrieben und der Entwicklung des Tarifumfelds besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, heisst es. Das Ziel bleibe die nachhaltige Verbesserung bzw. Stabilisierung der Profitabilität.

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(AWP)