Damit sei der Anteil der gesamten installierten Stromkapazität um mehr als drei Prozentpunkte auf 49,4 Prozent gestiegen. «Heute basiert die Hälfte der weltweit installierten Stromkapazität auf erneuerbaren Energien», erklärte La Camera.

Beim Zubau hatte die Solarenergie nach seinen Angaben mit 511 Gigawatt einen Anteil von rund 75 Prozent. Windenergie folgte mit einem Zubau von 159 Gigawatt. Gut 74 Prozent des Zubaus fand in Asien statt, davon allein 440 Gigawatt in China. Asien hat den Angaben zufolge die weltweit grösste Kapazität an erneuerbaren Energien, nämlich 2.891 Gigawatt. Nummer zwei sei Europa mit 934 Gigawatt.

La Camera erklärte weiter, mehr als 85 Prozent der neu zugebauten erneuerbaren Energien seien günstiger als fossile Energiequellen wie Öl, Gas oder Kohle. Die Kosten der Solarenergie seien seit 2010 um 87 Prozent gefallen. Bei Windkraft an Land betrage der Preisrückgang 55 Prozent und bei Batteriespeichern 93 Prozent.

«Erneuerbare reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten», ergänzte der Irena-Chef. So hätten zum Beispiel Spanien und Portugal ihre Kapazitäten so ausgebaut und die Importe von Erdgas so reduziert, dass Erdgas den Preis nur noch für 15 Prozent der Energie setze. Das Gegenbeispiel sei Italien, wo Gas in 89 Prozent der Fälle den Preis bestimme./vsr/DP/nas

(AWP)