Im frühen Handel sprang die im MDax notierte Aktie um gut 13 Prozent an und machte damit jüngste Kursverluste mehr als wett. In den vergangenen zwei Tagen hatten sich Anleger nämlich für Gewinnmitnahmen entschieden. Seit dem Jahreswechsel hat sich der Kurs bereits mehr als verdoppelt, damit ist Aixtron an der Börse momentan mit über 4 Milliarden Euro bewertet.

Das Aixtron-Management plant für 2026 nun mit einem Umsatz von 530 bis 590 Millionen Euro, wie der Konzern bereits am späten Dienstagabend mitteilte. Zuvor hatte das Unternehmen jeweils 40 Millionen Euro weniger angepeilt. Die operative Marge für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll jetzt bei 17 bis 20 Prozent herauskommen, anstatt bei 16 bis 19 Prozent.

Im ersten Quartal hatte der Umsatz zwar im Rahmen der vom Unternehmen ausgegebenen Prognosespanne gelegen, enttäuschte aber die Erwartungen von Analysten: Der Erlös sank vorläufigen Berechnungen zufolge von 112,5 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf nunmehr 59 Millionen Euro. Experte hatten hingegen mit knapp 68 Millionen Euro gerechnet.

Die operative Marge lag zum Jahresstart bei minus 38 Prozent, nach plus 3 Prozent im Vorjahr. Grund hierfür sei das geringe Umsatzvolumen neben einem Einmalaufwand im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit einer Personalmassnahme, hiess es.

Simon Coles von der britischen Investmentbank Barclays lobte unterdessen den Barmittelumschlag als «stark». Die liquiden Mittel stiegen Aixtron zufolge zum Quartalsende auf 273 Millionen Euro im Vergleich zu 224,6 Millionen Euro zum Jahresende 2025. Derweil verwies Madeleine Jenkins von der Schweizer Grossbank UBS auf Risiken im Geschäft mit Strommanagement-Chips.

Das vollständige Zahlenwerk des ersten Quartals will Aixtron am 30. April vorlegen./lew/he/tav/men

(AWP)