Analyst Timo Emden von Emden Research sprach von «einer klassischen Hängepartie» an den Märkten. «Während der Iran Konflikt ungelöst und jederzeit eskalationsfähig ist, fehlt es gleichzeitig an klaren Signalen für eine nachhaltige Entspannung», so Emden.
Das spiegelte sich in den anhaltend hohen Ölpreisen wider. «Offenbar fehlt am Markt derzeit die Phantasie, dass die Ölförderung am Golf und vor allem der Transport von Rohöl und Rohölderivaten wie Kerosin durch die Meerenge von Hormus in Bälde wieder gefahrlos möglich sein sollte», hiess es in einer Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg. «Zu dieser gedämpften Erwartung hat der schleppende Verlauf der Gespräche zwischen den USA und dem Iran beigetragen.»
Am japanischen Aktienmarkt dominierten Abgaben. Der Nikkei 225 schloss ein Prozent leichter mit 59.917,46 Punkten. Die japanische Notenbank hatte die Zinsen zwar unverändert gelassen. Doch zugleich habe sie die Inflationserwartungen angehoben, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank an. «Das führte in einer ersten Marktreaktion zu Gewinnmitnahmen und liess den Nikkei im Minus schliessen», stellte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Broker CMC Markets, fest.
Abgaben verzeichneten auch die chinesischen Märkte. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen notierte 0,44 Prozent im Minus. Für den Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ging es um 1,1 Prozent nach unten.
Ähnlich sah es in Australien aus. Der S&P ASX 200 endete 0,63 Prozent tiefer mit 8.710,70 Punkten./mf/stk
(AWP)
