«Der Handel in Asien war heute voll und ganz von der Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten geprägt», so Andreas Lipkow, Marktanalyst des Brokers CMC Markets. Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich.
Der Iran wies Berichte über eine bevorstehende Einigung allerdings als überzogen zurück. Ein US-Verhandlungsvorschlag werde geprüft. Der Sender CNN berichtete, der Iran werde den pakistanischen Vermittlern voraussichtlich heute seine Antwort dazu übergeben. Zu viel Optimismus erscheint somit unangebracht. «Dennoch bleiben viele Fragezeichen, da sich die USA und der Iran weiterhin ein Dauerfeuer an Nachrichten über die offiziellen Social-Media-Kanäle liefern und den Status quo beinahe stündlich anpassen», warnte daher Lipkow.
Japanische Aktien legten deutlich zu, nachdem sie in den vorhergehenden Feiertagen Kraft geschöpft hatten. Der Leitindex Nikkei 225 gewann 5,6 Prozent auf 62.833,84 Punkte und holte damit die jüngste Entwicklung an den internationalen Börsen nach, die seit Tagen wieder vom KI-Boom getrieben wurden. Nach oben ging es auch an den technologielastigen Märkten Südkoreas und Taiwans.
Nicht ganz so stark waren die Gewinne an den chinesischen Börsen. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong gewann 1,38 Prozent, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen um 0,39 Prozent anzog. Der australische S&P ASX 200 endete knapp Prozent höher mit 8.878,10 Punkten./mf/mis
(AWP)
