Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Mittag um 0,47 Prozent auf 6.278,36 Punkte. Ausserhalb des Euroraums verlor der Schweizer SMI dagegen 0,45 Prozent auf 14.420,99 Punkte an. Der britische FTSE 100 gewann unterdessen 0,47 Prozent auf 10.959,56 Punkte.
Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Wirtschaft der Eurozone war im Frühjahr stärker gewachsen als erwartet. Zudem verbesserte sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Juli weiter. Die Stärke des Euroraums könnte unterschätzt werden, merkten die Volkswirte der ING dazu an.
Stärkster Sektor waren die Bauwerte. Sie profitierten von den Gewinnen des Schwergewichts Vinci , dessen Aktienkurs um fünf Prozent anzog. Das französische Infrastruktur-Unternehmen habe auf ganzer Linie die Erwartungen übertroffen, hiess es von der kanadischen RBC.
Auch andere französischen Werte zogen deutlich an. So kletterten Aktien von L'Oreal um 3,5 Prozent. Der französische Kosmetikkonzern war dank einer starken Nachfrage nach Haarpflegeprodukten im zweiten Quartal kräftig gewachsen.
Unter den Industriewerten setzten Schneider Electric Akzente. Die Franzosen erhöhten ihre Ziele. Die Aktie kletterte um 6,8 Prozent.
Im Bankensektor überzeugten Societe Generale . Die französische Bank schraubte nach einem Rekordgewinn im zweiten Quartal ihre Spar- und Renditeziele nach oben. Der Kurs erhöhte sich um 3,5 Prozent.
Aber auch die Banken anderer Länder glänzten mit ihren Zahlen. Höhere Zinseinnahmen verhalfen der spanischen BBVA im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung. Der Kurs kletterte um drei Prozent. Die niederländische Grossbank ING hatte unterdessen im zweiten Quartal dank zweistellig steigender Zins- und Provisionseinnahmen deutlich mehr verdient. Der Markt honorierte dies mit drei Prozent Kursgewinn.
Es gab aber auch Enttäuschungen. Aktien von Sanofi fielen trotz überraschend starker Quartalszahlen und erhöhter Ziele um 4,7 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von leicht unter den Erwartungen liegenden Umsätzen im Bereich der Impfstoffe.
Ölwerte traten angesichts der leicht gesunkenen Ölpreise auf der Stelle. Gestützt wurde der Sektor aber durch leichte Gewinne des Schwergewichts Shell . Im zweiten Quartal hatte der britische Energiekonzern trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,6 Mrd Euro) erzielt. Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal und zugleich mehr als von Analysten erwartet worden war./mf/mis
(AWP)

