Der EuroStoxx 50 gewann am Mittag 1,97 Prozent auf 5.679,74 Punkte. Auch ausserhalb des Euroraums gab es Gewinne. Der Schweizer SMI stieg um 1,46 Prozent auf 12.963,72 Punkte, während der britischen FTSE 100 um 1,94 Prozent auf 10.374,37 Punkte kletterte.
«Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen», beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets, die Lage.
Die fehlende Euphorie hatte unterdessen ihre Gründe. «Der Konflikt ist nicht gelöst und der Zeitplan bleibt unsicher», gab Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro, zu bedenken. «Gleichzeitig bleibt eine militärische Eskalation jederzeit möglich.»
Von dieser Skepsis zeugten auch die gefallenen, aber nicht eingebrochenen Ölnotierungen. «Der Ölpreis ist seit März mehrfach unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen, bisher jedoch nur kurzfristig», merkte Wienke zu der jüngsten Entspannung an. Entsprechend lag der Ölsektor zwar als einzige Branche im Minus, dramatisch waren die Abgaben jedoch nicht.
Ansonsten dominierten Erholungsbewegungen. Dabei standen die zuletzt stärker unter Druck gekommenen Sektoren nun an der Spitze, allen voran die Bankwerte. Die im vergangenen Jahr auffallend gestiegene Branche war in den vergangenen Wochen wegen der immer stärker gewordenen Konjunktursorgen durch den Iran-Krieg unter Druck gekommen. Gut im Rennen lagen dabei BNP Paribas mit über vier Prozent Aufschlag.
Auch die Aktien der Fluggesellschaften waren gefragt. Die volatile Aktie von Air France-KLM zog um 6,7 Prozent an. Allerdings hatte sie von den Jahreshochs im Februar in der Spitze fast 40 Prozent verloren.
Beim Triebwerksbauer Rolls-Royce stützte neben der allgemeinen Markterholung eine Analystenstimme. Wells Fargo hatte den Titel mit «Overweight» in die Bewertung aufgenommen. Rolls-Royce stiegen um 5,4 Prozent. Der in den vergangenen Jahren extrem gestiegene Wert hatte zuletzt rund 20 Prozent von den Jahreshochs eingebüsst./mf/jha/
(AWP)

