Der EuroStoxx 50 verlor 0,83 Prozent auf 5.351,73 Punkte. Die Woche hat der Eurozonen-Leitindex damit 2,5 Prozent tiefer beendet, doch für den August hat er ein Plus von 0,6 Prozent verbucht. Auf die Anleger wartet jetzt der September, dessen Bilanz laut dem IG-Markets-Experten Christian Henke «bekanntlich nicht allzu rosig» ist, bevor dann im Oktober der «goldene Herbst» wieder einmal ein beeindruckendes Schlussquartal einleiten könnte.

Ausserhalb der Eurozone schloss der schweizerische SMI 0,26 Prozent tiefer bei 12.187,58 Punkten. Der britische FTSE 100 gab um 0,32 Prozent auf 9.187,34 Zähler nach.

Auch die Regierungskrise in Frankreich galt weiterhin als Faktor für die verhaltene Anlegerstimmung. Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets verwies dabei auf die Renditen 30-jähriger französischer Staatsanleihen, die auf den höchsten Stand seit 2011 geklettert seien. Anleger könnten die politischen Turbulenzen in Frankreich als eine willkommene Gelegenheit für Wertpapierverkäufe ansehen.

Wie schon zuletzt mieden Anleger Bankenwerte vor dem Hintergrund, dass die Regierung in Frankreich wackelt, weil Premier François Bayrou im Streit um den anstehenden Sparhaushalt die Vertrauensfrage stellen will. Relativ grosse Verluste mussten ausserdem noch die Sektoren Medien , Reise & Freizeit und Einzelhandel einstecken.

Schlusslicht in der Branchentabelle wurde jedoch der Technologiesektor , der mit einem Abschlag von 1,8 Prozent mitunter der Schwäche der branchenlastigen US-Börse Nasdaq folgte. Entsprechend waren SAP , ASML und Infineon unter den sechs grössten Verlierern im EuroStoxx.

Ein weiterer grosser Verlierer im Eurozonen-Leitindex waren Pernod Ricard mit einem Abschlag von 3,2 Prozent. Am Vortag waren bereits positive Reaktionen auf die Geschäftszahlen abgeklungen. Die Analysten der UBS verwiesen nun darauf, dass die Spirituosenbranche in den kommenden zwölf Monaten vor weiteren Herausforderungen stehe. Trotz eines erhöhten Ausblicks folgten die Titel des Konkurrenten Remy Cointreau dem um 4,1 Prozent nach unten./tih/stw

(AWP)