«Die Börse erhält derzeit widersprüchliche Signale», beschrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets die Lage. «Einerseits sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten für Unsicherheit, andererseits gibt es Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung.»

Ausserhalb des Euroraums waren die Kursbewegungen überschaubar. So schloss der schweizerische SMI 0,29 Prozent im Plus bei 14.215,30 Punkten. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,16 Prozent auf 10.472,45 Zähler nach, belastet nicht zuletzt von einem starken Rücksetzer des Schwergewichts Astrazeneca .

Gefragt waren Sektoren, die am Vortag unter Druck geraten waren. Stärkster Sektor waren die zuletzt gefallenen Rohstoffaktien , auch Bankaktien und Technologietitel verzeichneten Gewinne.

ASML kletterten im Sog guter Vorgaben der asiatischen Halbleiter- und KI-Aktien um 4,8 Prozent. STMicroelectronics zogen um 7,2 Prozent an und BE Semiconductor um 5,6 Prozent. Nokia -Aktien verteuerten sich nach zuletzt herben Verlusten um fast 10 Prozent.

Am Ende des Feldes bewegten sich die am Vortag starken defensiven Titel, allen voran die Pharmaaktien . Hier belastete auch der Einbruch von Astrazeneca , die um über 6 Prozent absackten. Der Rücksetzer erfolgte auf enttäuschende Studiendaten zu einem Medikament gegen eine Herzerkrankung. Die Analysten der US-Bank Jefferies sprachen von einem überraschenden Rückschlag.

Stark präsentierten sich dagegen die Papiere von Wolters Kluwer mit 1,5 Prozent Aufschlag. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktie des Wissenschaftsverlags und Software-Anbieters von «Neutral» auf «Overweight» hochgestuft./bek/jha/

(AWP)