Der EuroStoxx 50 schloss 4,97 Prozent höher bei 5.9123,37 Punkten. Ausserhalb des Euroraums zog der schweizerische SMI um 2,53 Prozent auf 13.113,43 Zähler an. Der britische FTSE 100 legte um 2,51 Prozent auf 10.608,88 Punkte zu.
Kurz vor dem Ablauf des jüngsten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump hatten sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus geeinigt. Auch Israels Armee bestätigte, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben. Zugleich meldeten allerdings Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran, während der Iran Explosionen am Persischen Golf meldete.
Die Bewegungen im europäischen Branchentableau entsprachen dem Szenario einer Entspannung mit deutlich sinkenden Ölpreisen. An der Spitze der Sektoren standen die Reise- und Freizeitwerte, wo vor allem die Aktien der Fluggesellschaften gefragt waren. So kletterten Air France-KLM um über 11 Prozent nach oben.
Weit vorne standen zudem die Industrie- und Technologiewerte, die während des Nahost-Konflikts wegen Sorgen um die Lieferketten und die Auswirkungen hoher Energiepreise auf die Konjunktur unter Druck geraten waren. Safran stiegen um 10,6 Prozent, Schneider Electric um 9,7 Prozent und ASML um 8,9 Prozent. Bei den energieintensiven Stahltiteln ragten ArcelorMittal mit plus 12,8 Prozent heraus.
Am Ende des Feldes rangierten dagegen die Ölwerte. Nach dem Höhenflug der vergangenen Wochen kam es zu massiven Gewinnmitnahmen. BP verloren dabei 5,8 Prozent, Shell 4,7 Prozent, Eni 5,6 Prozent und Totalenergies 3,1 Prozent./edh/he
(AWP)

