Analystin Christine Romar von CMC Markets sprach von einer normalen und vollkommen gesunden Gegenbewegung nach der Kursrally der vergangenen Wochen mit immer neuen Höchstständen. So wie die Börsen zuletzt ohne wirklich positive Nachrichten gestiegen seien, sei es nun ohne negative Impulse nach unten gegangen. Der Aufwärtstrend sei intakt, versicherte die Expertin.

Die Handelsplätze ausserhalb des Euroraums verzeichneten zur Wochenmitte moderate Gewinne. An der britischen Börse stieg der Leitindex FTSE 100 um 0,46 Prozent auf 10.184,35 Zähler. Der Schweizer SMI zog um 0,75 Prozent auf 13.464,84 Punkte an.

Aus Branchensicht standen Pharma-, Chemie- und Rohstoffwerte europaweit ganz oben in der Anlegergunst, während Aktien aus den Sektoren Technologie, Medien und Reise/Freizeit die grössten Einbussen hinnehmen mussten. Vor allem Aktien von Netzwerk-Fluggesellschaften wie Air France-KLM und Lufthansa liessen kräftig Federn, nachdem sie von der britischen Grossbank Barclays von «Equal-weight» auf «Underweight» abgestuft worden waren.

Der britische Ölkonzern BP rechnet im abgelaufenen Schlussquartal mit milliardenschweren Wertminderungen. Es sei mit 4 bis 5 Milliarden US-Dollar Abschreibungen auf den Geschäftsbereich Gas und weniger CO2-intensive Energiequellen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Und auch im angestammten Ölgeschäft lief es zum Jahresende bei im Schnitt niedrigeren Ölpreisen nicht wirklich rund. Die Aktie fiel um 1,5 Prozent.

Deutlichere Bewegungen gab es in der zweiten Reihe. Aktien von Kühne+Nagel stiegen um 4,3 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Titel des Logistikunternehmens um gleich zwei Stufen von «Sell» auf «Buy» hochgestuft hatte./edh/jha/

(AWP)