Der EuroStoxx 50 beschloss den ersten Handelstag der Woche 0,39 Prozent niedriger bei 5.860,32 Zählern. Ausserhalb des Euro-Währungsraums gab der britische FTSE 100 um 0,56 Prozent auf 10.321.09 Punkte nach. Der schweizerische SMI trat mit 13.165,23 Einheiten quasi auf der Stelle.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Strasse von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der unter anderem für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstrasse vor. Eine offizielle Bestätigung gibt es jedoch nicht. Am Ölmarkt blieb man skeptisch, da dem Bericht zufolge der Atomstreit erst später geklärt werden soll. Gerade dieser ist aber einer der wichtigsten Punkte für Washington. Der Brent-Ölpreis liegt weiter über 100 US-Dollar.

Im europäischen Branchenvergleich konnten die Aktien der Öl- und Gaskonzerne trotz anziehender Preise für Energieträger nicht profitieren. Der Sektor gab um gut ein Prozent nach. Analysten verwiesen zur Begründung auf konjunkturelle Risiken, die die Nachfrage nach Energie drosseln könnten. Am 8. April hatte der Öl- und Gassektor ein Rekordhoch erreicht, seitdem konsolidiert er auf hohem Niveau./bek/he

(AWP)