Am Donnerstag gab der EuroStoxx 50 um 0,72 Prozent auf 6.059,62 Punkte nach. Der schweizerische SMI schloss mit minus 0,05 Prozent auf 13.799,59 Zähler. In London verlor der FTSE 100 0,55 Prozent auf 10.627,04 Punkte.
Nach den jüngsten Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Krieg. So zitierte der US-Sender CBS News informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär bereit sei, bereits am Samstag Angriffe auf den Iran durchzuführen. Trump habe aber noch keine endgültige Entscheidung über einen möglichen Angriff getroffen.
Grösster Verlierer war der Sektor der Rohstoffproduzenten mit einem Minus von gut 2 Prozent. Die Aktien von Rio Tinto büssten nach Geschäftszahlen fast 4 Prozent ein. Der Bergbaukonzern hat 2025 vor allem aufgrund stark gesunkener Eisenerzpreise deutlich weniger Gewinn erzielt.
Unter den schwächelnden Autowerten büssten Renault rund 3 Prozent ein. Zunehmende Konkurrenz in Europa, die Expansion nach Lateinamerika und Asien sowie der Anlauf neuer Elektromodelle dürften 2026 auf die Profitabilität drücken.
Auch Versorger hatten einen schweren Stand. Aktien der britischen Centrica fielen um gut 5 Prozent, nachdem das Unternehmen einen massiven Gewinnrückgang von 40 Prozent für das Vorjahr gemeldet hatte. In Mailand verloren Enel 3,6 Prozent. Ein Dekret der italienischen Regierung zu Energiepreisen werteten Analysten als Belastung für die Profitabilität von Stromproduzenten.
Dagegen stützten die Gewinne von Nestle von fast 4 Prozent den Index der Nahrungs- und Getränkehersteller . Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Das Unternehmen will sich zudem künftig auf die vier Kernbereiche Kaffee, Tierfutter, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks konzentrieren.
Für Aufatmen sorgten auch die Geschäftszahlen von Pernod Ricard . Die Befürchtungen des Marktes hätten sich nicht bewahrheitet, hiess es von der Bank Jefferies. Pernod Ricard kletterten um 2,7 Prozent.
Um fast 12 Prozent nach oben schnellten Air France-KLM . Höhere Ticketpreise und gesunkene Treibstoffkosten haben der Fluggesellschaft im vergangenen Jahr einen überraschend starken Gewinnanstieg beschert./bek/men
(AWP)

