SAP sorgte nach Quartalszahlen für Ernüchterung, die Aktien von Europas grösstem Softwarehersteller brachen am EuroStoxx-Ende um gut 16 Prozent ein. In den USA enttäuschte Microsoft und sorgte für ähnlich hohe Kurseinbussen. Hinzu kommt die weltweit weiter angespannte geopolitische Lage.

Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets verwies zudem auf die starken Schwankungen beim Goldpreis. «Als Seismograf für die derzeitige Verfassung der Anleger verheisst die aktuelle Entwicklung nichts Gutes, wenn etwa die USA in den kommenden Stunden oder Tagen mit einem erneuten Angriff auf den Iran für Unruhe sorgen.»

An den Börsen ausserhalb der Eurozone sah es besser aus. Der britische Leitindex FTSE 100 gewann 0,17 Prozent auf 10.171,76 Zähler. Für den schweizerischen SMI ging es um 0,95 Prozent auf 13.147,93 Punkte nach oben.

Im Technologiesektor gab es mit minus 3,9 Prozent die europaweit grössten Verluste. SAP enttäuschte mit den Geschäftszahlen und dem Ausblick. Der Konzern konnte gegen Ende des vergangenen Jahres nicht so viele Verträge im Wachstumsfeld mit Cloudsoftware abschliessen wie erhofft.

Im ebenfalls schwachen Chemiesektor sackten Givaudan um 6,8 Prozent ab. Der schweizerische Aromen- und Duftstoffhersteller hatte beim organischen Wachstum im vierten Quartal und bei der operativen Marge die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Ein starker Auftragseingang im Schlussquartal trieb in Zürich hingegen die Aktien von ABB auf ein Rekordhoch. Zum Handelsschluss gewannen die Papiere des Industriekonzerns 8,5 Prozent. Dies nahm auch die Anteile von Schneider Electric und Siemens ins Schlepptau, die vorne im EuroStoxx um 2,6 beziehungsweise 2 Prozent zulegten./ajx/he

(AWP)