Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank zu Handelsschluss um 0,25 Prozent auf 6.055,11 Punkte, nachdem er zur Wochenmitte noch moderat gestiegen war. Ausserhalb der Eurozone schloss der britische FTSE 100 0,75 Prozent tiefer bei 10.425,96 Zählern. Der schweizerische SMI verlor 0,9 Prozent auf 13.504,76 Punkte.
An der Spitze der europäischen Branchenübersicht zogen Technologiewerte um 1,1 Prozent an. Sie profitierten von positiven Vorgaben aus den USA, wo Geschäftszahlen des Cloudsoftware-Spezialisten Snowflake die Anleger euphorisiert hatten.
Gefragt waren in Europa etwa STMicroelectronics mit einem Anstieg von gut drei Prozent auf fast 60 Euro. Das Analysehaus Jefferies hatte das Kursziel deutlich von 52 auf 74 Euro angehoben. Die zyklische Erholung der Auto- und Industriebranchen nehme an Fahrt auf, schrieb Experte Janardan Menon. Für STMicroelectronics bedeute dies für das zweite Halbjahr starke Nachfrageaussichten. Auch Infineon waren gesucht.
Gegen den Trend büssten die Anteilsscheine von Adyen vier Prozent ein. Bei dem niederländischen Zahlungsdienstleister hatte der Finanzchef Ethan Tandowsky seinen Rücktritt angekündigt. Dieser habe zwar massgeblich zur Einführung neuer Indikatoren für die Geschäftsentwicklung und zur Verbesserung der Prognosen beigetragen, schrieb Jefferies-Analyst Hannes Leitner. Zuletzt sei Tandowsky dennoch von den Investoren stärker in die Pflicht genommen worden.
Rüstungskonzerne stiessen europaweit ebenfalls auf Kaufinteresse. Die Nachrichten zum Iran-Krieg begünstigten die Branchenstimmung. In Paris waren die Aktien von Thales mit plus 2,7 Prozent begehrt. Für Leonardo in Mailand und BAE Systems in London ging es um 5,4 beziehungsweise 2,7 Prozent bergauf./la/jha/
(AWP)

